Weihnachtsmarkt in Ahrweiler

Tausende strömten durch die Budenstadt

Bis Mitternacht war der Weihnachtsmarkt in Ahrweiler am Samstag geöffnet.

AHRWEILER. Mit sprühenden Wunderkerzen zum "Ave Maria" um Mitternacht hat sich der Mitternachtsweihnachtsmarkt in Ahrweiler in der Region einen Namen gemacht. Tausende strömten wegen der langen Bummelmöglichkeit durch die Budenstadt, dem Einkaufserlebnis und dem Musikprogramm bis spät auch am Samstag wieder ins Herz der Rotweinmetropole.

Wenn es diesmal auch nicht ganz so voll war wie in manchem Vorjahr, ging es trotzdem auf dem Marktplatz manchmal nur noch im Gänsemarsch voran.

Das ist nichts Neues. Wohl aber, dass echte Gänse in Reih und Glied mitten durchs Getümmel marschierten. Immer da, wo sich die Menge teilte und die Umstehenden auf einmal verwundert runterschauten und sich ein Lächeln auf den Gesichtern zeigte, waren sie am Samstag zu finden: 13 Gänse im Gänsemarsch.

"Die Toulouser Gänse gehören zur größten Gänseart der Welt und sind nicht aggressiv, sondern gehören zur gemütlichen Sorte", erklärte Lyraspielerin Bibi, die ebenso zu "Ganzenfanfare", auf Deutsch: Gänsekapelle, gehört wie Trommler Marc.

Die Holländerin lief in Fantasieuniform vorweg, er den Tieren hinterher, und dazwischen watschelte im Gleichschritt das graue Federvieh, bei dessen drolligem Anblick kaum einer an wandelnde Weihnachtsbraten denken wollte. Obwohl Essen und Trinken bei Winzer-Glühwein, alkoholischem "Wikingerblut" oder süß-heißer "Glühbirne", Lachs, Reibekuchen und Wildbratwurst durchaus ein Thema war.

Mindestens genauso viele hatten aber die Geschenkesuche im Kopf. "Hier findet man noch Handgemachtes, nach dem man woanders vergeblich Ausschau hält", erklärte eine Besucherin. Räucherwerk und Raumduft, Christbaumschmuck oder Krippenfiguren, Schiefertafeln oder Holzspielzeug, Metalldekoration oder Wollmützen, Licht- und Leuchtobjekte waren zu erstehen.