Phantasialand und Co.

So teuer ist ein Besuch in deutschen Freizeitparks

Für seine rasanten Achterbahnen wie die Bahn "Taron" lieben die Besucher das Phantasialand.

Für seine rasanten Achterbahnen wie die Bahn "Taron" lieben die Besucher das Phantasialand.

Brühl. Die Freizeitpark-Saison hat längst begonnen, und die Auswahl ist groß: Mehr als 100 Parks gibt es in Deutschland. Der Besuch kann jedoch ganz schön teuer werden. Ein Reiseportal hat die zehn beliebtesten Freizeitparks verglichen.

Das Phantasialand in Brühl ist eine der größten Attraktionen in der Region. 2017 wurde der Freizeitpark zum deutschen Preis-Leistungs-Sieger gekürt. Günstig kann man einen Besuch dort dennoch nicht nennen: 174 Euro muss eine vierköpfige Familie allein für den Eintritt zahlen. Damit liegt das Phantasialand auf Platz vier eines Vergleichs der zehn beliebtesten deutschen Freizeitparks, den das Reiseportal Travelcircus vorgenommen hat. Grundlage sind jeweils die Eintrittspreise für zwei Erwachsene und zwei Kinder.

Waschzuber-Rafting gibt es im Erlebnispark Tripsdrill.

Waschzuber-Rafting gibt es im Erlebnispark Tripsdrill.

Am teuersten ist demnach ein Ausflug in den Europapark Rust bei Freiburg. Hier zahlt die Familie ganze 190 Euro für den Eintritt. 178 Euro kostet es im Legoland Deutschland in Günzburg, nur zwei Euro weniger im Heide Park Resort in Soltau. 146 Euro werden im Film- und Freizeitpark "Movie Park Germany" in Bottrop fällig. Der Hansa-Park an der Ostsee in Sierksdorf verlangt 138 Euro, und 134,60 Euro sind es im Belantis bei Leipzig. Im Holiday Park in der Pfalz kosten die vier Tickets 131,96 Euro, im Serengeti Park in Hodenhagen (Niedersachsen) 124 Euro, und am günstigsten kommt man im Erlebnispark Tripsdrill im baden-württembergischen Cleebronn, dem ältesten deutschen Freizeitpark, mit 117 Euro davon.

Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass man auch tatsächlich den vollen Kassenpreis für ein Ticket bezahlen muss. Meist lohnt es sich, online zu buchen - dann muss man auch nicht an der Kasse warten - oder nach Angeboten nicht nur im Netz Ausschau zu halten. Sandra Lechner voin Travelcircus empfiehlt zum Beispiel, im Supermarkt aufzupassen: "Auf vielen Produkten verstecken sich 2-für-1 Tickets für Freizeitparks."

Die angegebenen Zahlen sind auch deshalb nicht wirklich vergleichbar, weil sich die Preise für Kinder teils deutlich unterscheiden - beziehungsweise die Grenze, bis zu der ein Besucher noch als Kind gilt. Während in den meisten Parks ab einem Alter von zwölf Jahren der volle Preis gezahlt werden muss, geht man im Hansa Park noch bis einschließlich 14 Jahre als Kind durch. Im Holiday Park richtet sich die Grenze nicht nach dem Alter, sondern nach der Größe: Wer mehr als 1,40 Meter misst, für den wird es teurer.

Kaum Angebote für Kleinkinder

Kinder bis einschließlich drei oder sogar nur bis zwei Jahre müssen für gewöhnlich keinen Eintritt im Freizeitpark zahlen - für sie lohnt sich der Besuch allerdings auch kaum, denn die überwiegende Zahl der Attraktionen ist erst ab etwa vier Jahren geeignet, viele sogar erst ab sechs, zehn oder zwölf Jahren.

Als "fotogenste" Parks stuft der Vergleich übrigens neben dem Europa Park das Phantasialand ein. Grundlage ist die Zahl der Instagram-Posts mit den entsprechenden Hashtags #europapark (mehr als 360.000 Beiträge) und #phantasialand (mehr als 130.000 Beiträge). Darin enthalten sind natürlich jeweils auch die Beiträge, die vom offiziellen Instagram-Account des jeweiligen Parks stammen. Die wenigsten Hashtags sammelt im Vergleich das Legoland, das auf gerade einmal rund 8000 Beiträge kommt.