Narrenfreie Zone

Freizeit-Alternativen für die Karnevalstage

Herbstliche Eindrücke vom Drachenfels.

Der Blick vom Drachenfels.

Bonn. Sechs Tage nonstop feiern ist nicht jedermanns Sache. Wer eine Auszeit braucht, hat in Bonn und der Region genug Alternativen. Wir stellen sie hier vor.

Für alle, die nicht feiern: Die tollen Tage sind eine gute Gelegenheit, sich ein wenig Ruhe zu gönnen, abseits des Trubels. Wandern, Kino, Wellness - all das steht ganz oben auf der Liste derjenigen, die dem närrischen Treiben wenig abgewinnen können. Aber auch Shopping bietet sich an. Bei letzterem allerdings dürfte es weniger ruhig zugehen.

1 Wandern und Schlossleuchten

Kleinere Wanderungen und Spaziergänge in der Natur bieten sich immer an. Bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. Also Wanderschuhe an, Regenjacke eingepackt und los geht's - zum Beispiel ins Siebengebirge. Von Freitag bis Sonntag findet auch dort das Schlossleuchten auf Burg Drachenfels von 17 bis 22 Uhr statt.

Schlossleuchten auf Schloss Drachenfels 2018.

Schlossleuchten auf Schloss Drachenfels 2018.

 

2 Ab in den Schnee

Bislang war das Rheinland aber auch die Eifel nicht gerade mit Schnee gesegnet. Wer es also weiß haben möchte, muss schon ein wenig weiter fahren, um ein paar Tage Ski-Aktivitäten zu genießen. Zum Beispiel in den Schwarzwald zum Feldberg. Für einen Tagesausflug lohnt sich auch ein Trip nach Winterberg im Sauerland. Karnevalsmuffel müssen sich dort übrigens weniger als sonst Hotels und Skipisten mit den Niederländern teilen: Die Frühjahrsferien beginnen bei den Nachbarn erst nach Karneval, wie die Sprecherin der Wintersportarena, Susanne Schulten, sagt. Niemand müsse befürchten, dass es über Karneval zu voll in der Region werde. Für einen Tagesausflug bietet sich auch die Skihalle in Neuss an. Außerdem gibt es in Bonn und der Region einige Rodelstrecken, die einen Besuch wert sind, Wenn die Schneehöhen ausreichen.

Die Wintersportregionen in Nordrhein-Westfalen erwarten viele Besucher.

Die Wintersportregionen in Nordrhein-Westfalen erwarten viele Besucher.

 

3 Probesitzen im Möbelhaus

Rosenmontag im Möbelhaus? Warum nicht. Probewohnen, während andernorts die Kamelle fliegen, ist in den großen Möbelhäusern wie Ikea, Porta und Co auch Weiberfastnacht und Rosenmontag zu den üblichen Öffnungszeiten möglich. An den tollen Tagen locken sie übrigens auch mit Rabatten und Sonderangeboten. Geduld sollten die Kauflustigen mitbringen, denn die Idee des Möbeleinkaufs zu Karneval haben erfahrungsgemäß sehr viele.

Ikea gehört zu den größten Haushaltsmöbelmarken der Welt.

Ikea gehört zu den größten Haushaltsmöbelmarken der Welt.

 

4 Zeit für Kino

Wer sonst keine Zeit für die neuesten Filme hat, findet an den Karnevalstagen vielleicht Gelegenheit dazu. Kinopolis, Woki und Co. haben auch an den Karnevalstagen geöffnet. Warum nicht direkt einen Kinonachmittag oder -abend einplanen?

Jeden Donnerstag wirft ga-bonn.de einen Blick auf die Bonner Kinolandschaft. Welche Filme stehen an? Was lohnt sich? Welcher Blockbuster wird überschätzt? Ein kleiner Überblick.

Auch an Karneval ist ein Besuch im Kino möglich.

 

5 Outlet-Shopping

Um dem Karneval in Bonn und Köln zu entfliehen, besteht die Möglichkeit eines Shoppingtrips in eines der Outletcenter in den Niederlanden an der Grenze zu Deutschland - zum Beispiel in Roermond. Dort gibt es über 150 Shops. Also genügend Zeit mitbringen. Markenware gibt es dort zu einem günstigeren Preis als im Laden. Auch in Bonn und der Region gibt es zahlreiche Outlet-Shops.

Künstliche Einkaufswelt: Im niederländischen Roermond locken mehr als 150 Outlet-Shops auch Kunden aus NRW.

 

6 Ein Besuch im Zoo

Kaum zu glauben, aber auch in Köln gibt es an Rosenmontag und den übrigen närrischen Tagen einige Alternativen. Der Kölner Zoo beherbergt nicht nur Tiger, Elefanten, Giraffen, viele Arten von Vögeln sowie Flusspferde und Krokodile, sondern auch heimische Bauernhoftiere, die allesamt auf dem integrierten Bauernhof mit seinen Obstbaumwiesen und kleinen Äckern leben.

Der Kölner Zoo hat den Elefantenpark um eine neue Aussichtsterrasse erweitert.

Der Kölner Zoo hat den Elefantenpark um eine neue Aussichtsterrasse erweitert.

 

7 Swin-Golf

Das sogenannte Swin-Golf ist eine vereinfachte Variante des Golfsports. Gespielt wird mit einem Universalschläger und einem Gummiball auf einer einfachen gemähten Wiese. Der Swin-Golf-Platz im Vulkanpark Eifel hat 18 Bahnen und ist über die Karnevalszeit geöffnet.

Swin-Golf ist leicht zu erlernen. Lehrer stehen bereit.

 

8 Wellness-Auszeit

Was gibt es Schöneres als in einem Wellness-Hotel oder einer Sauna den ganzen Tag lang die Seele baumeln zu lassen? Oft bieten Hotels besondere Arrangements für Kurzentschlossene an. Die Ruhe vor all dem jecken Trubel lässt sich aber auch in einer Sauna wie dem Saunapark Siebengebirge, dem Monte Mare in Rheinbach oder den Ahrthermen genießen.

Im finnischen "Arctic Forest Spa" können es sich die Besucher bei Champagner im Whirlpool gutgehen lassen.

Eine Auszeit tut immer gut.

 

9 Kunst und Kreativität

Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, für den lohnt sich ein Besuch in einem der Bonner Museen wie beispielsweise dem rheinischen Landesmuseum, der Bundeskunsthalle oder dem Beethoven-Haus. Für Leute, die lieber selbst aktiv werden, bietet sich das Odysseum in Köln an. Das Abenteuermuseum bietet verschiedene Themenwelten und Führungen an, ist allerdings an Weiberfastnacht und an Rosenmontag geschlossen. Montags bleiben viele Museen traditionell geschlossen, da bildet Rosenmontag keine Ausnahme.

Die Maus lebt seit 2013 im Odysseum.

 

10 Schlittschuh laufen

Der Lentpark in Köln hat Weiberfastnacht von 8.30 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Freitag, 9. Februar, von 8.30 Uhr bis 22.30 Uhr und am Karnevalssamstag von 10 bis 22 Uhr. Sonntag und Rosenmontag bleibt die Halle jedoch geschlossen. Dafür hat die Eissporthalle Troisdorf am Karnevalssonntag zu den üblichen Zeiten von 11.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Auch die Westerwald-Arena in Asbach lädt über die Karnevalstage zu den üblichen Öffnungszeiten zum Schlittschuhlaufen ein. Lediglich an Rosenmontag bleibt die Eishalle geschlossen.

Eine Schlittschuhläuferin vergnügt sich auf Eisfläche.

Schlittschuhe an und los geht's.

11 Sea Life

Fische beobachten, Ungeheuer entdecken und Seesterne streicheln – alles möglich im Sea Life Königswinter an der Rheinallee. Über 2000 Tiere in 36 Becken warten hier auf den Besucher, darunter Winzlinge wie die Anemonen und Brummer wie der Wrackbarsch Horst. An Karneval bietet sich die Gelegenheit, günstiger in die Unterwasserwelt einzutauchen: Verkleidete Kinder haben an Rosenmontag in Begleitung eines voll zahlenden Erwachsenen freien Eintritt.

Kinder aus den Flüchtlingsunterkünften in Königswinter hatten die Ehrenamtlichen zu einem Besuch im Sea Life eingeladen.

An Karneval bietet sich die Gelegenheit, günstiger in die Unterwasserwelt einzutauchen

12 Wintersport in der Eifel

Es ist kalt in der Eifel. Schneemänner grüßen hier und da vom Wegesrand. Wintersport an der Hohen Acht ist möglich. „Rodeln gut“ heißt es an dem mit 747 Metern höchsten Berg der Eifel. Langlauf in freier Technik ist möglich. Ob die Loipen gespurt werden, bleibt abzuwarten. Die Öffnung von Skipisten und Liften wird tagesaktuell entschieden. Wandern durch die Winterlandschaft ist auf jeden Fall eine Alternative zum Karneval. So gibt es rund um die Hohe Acht ein weites Netz von Wanderwegen. Wer den Aufstieg nicht scheut, hat bei klarem Wetter vom „Kaiser-Wilhelm-Turm“ auf der Hohen Acht einen Fernblick bis zur Kölner Bucht, zum Siebengebirge, zur vulkanischen Westeifel mit den Maaren und in die Kalkeifel mit dem Quellgebirge der Ahr. Über die Wintersportmöglichkeiten an der Hohen Acht informiert die Homepage der Ortsgemeinde Kaltenborn: www.kaltenborn-eifel.de.

Ein Mann zieht bei Hofsgrund seinen Sohn auf einem Schlitten durch den Schnee.

Schlitten fahren geht auch schon bei einer dünnen Schneedecke.

 

13 Freilichtmuseum Kommern

Seit fast zwölf Jahren ist im Freilichtmuseum Kommern die Dauerausstellung „Wir Rheinländer“ zu sehen. Und sie ist immer noch ein Publikumsmagnet. Die Besucher schlendern durch die fiktive Kleinstadt „Rhenania“. Der Rundgang ist zugleich eine Reise durch rund 165 Jahre neuerer und neuester Geschichte des Rheinlands. Sie beginnt mit der Besetzung des linken Rheinufers durch die französischen Revolutionstruppen 1794 und endet im „Wirtschaftswunder“ um 1955. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen auf die Lebensverhältnisse der städtischen Bevölkerung. Die Gebäude sind Vorbildern rheinischer Städte entlehnt.

Sie entsprechen ebenso wie die Einrichtung dem jeweiligen Zeitabschnitt und der sozialen Zuordnung. Auf dem Museumsgelände stehen 70 wieder errichtete Originalgebäude aus der Bonner Region, dem Bergischen Land, der Eifel und dem Niederrhein, darunter auch ein alter Bauernhof aus Bornheim-Brenig, eine Backes, eine Dorfschule und eine Windmühle. Von Bonn aus ist das Museum über Euskirchen und weiter über die B 266 in einer Stunde zu erreichen. Das Museum ist täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 7,50 Euro Eintritt, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren genießen freien Eintritt. Die Parkgebühr beträgt 2,50 Euro. Infos: www.kommern.lvr.de.

Ein Auswanderer-Büro in einer Kneipe: Szene in der Dauerausstellung „Wir Rheinländer“.

Ein Auswanderer-Büro in einer Kneipe: Szene in der Dauerausstellung „Wir Rheinländer“.

 

14 Stadtmuseum Siegburg

Für die Kreisstadt ist es eine Sensation. Markus Lüpertz, einer der großen Stars der Gegenwartskunst, gastiert mit einer Ausstellung im Stadtmuseum. Sie trägt den Titel „Michael Engel“ und legt den Schwerpunkt auf der grafische Werk, wobei aber auch Lüpertz-Skulpturen gezeigt werden. Möglich machte es eine Kooperation zwischen dem Stadtmuseum und dem Katholisch-Sozialen Institut, das ebenfalls Werke zeigt. Das Stadtmuseum ist an Karneval Samstag von 10 bis 17 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet (Markt 46).

Der Künstler legt Hand an: Markus Lüpertz wienert im KSI eine seiner Skulpturen.

Der Künstler legt Hand an: Markus Lüpertz wienert im KSI eine seiner Skulpturen.