Kirmes in Bonn

Wie sich die Stadt auf Pützchens Markt vorbereitet

Beuel. 250 Verwaltungsmitarbeiter sind mit den Vorbereitungen für Pützchens Markt beschäftigt. Zu den Arbeiten gehört es zum Beispiel, 500 Verkehrszeichen sowie 200 Masten und Ständer aufzustellen.

Pützchens Markt dauert zwar immer nur fünf Tage, aber die Stadt Bonn beschäftigt der beliebte Jahrmarkt rund ums Jahr. „Pützchens Markt zählt zu den größten Volksfesten im Rheinland und zu den größten Events in Bonn. Für die Stadt als Veranstalter stellt das eine besondere Herausforderung dar“, erklärte Marktleiter Harald Borchert am Mittwoch bei einem Rundgang über die Marktwiesen. 250 städtische Mitarbeiter sowie zahlreiche Angestellte von Partnerbetrieben sind vor und während des Jahrmarkts damit beschäftigt, dass der Kirmestrubel sicher und ordnungsgemäß ablaufen kann.

Die Aufgabenstruktur der einzelnen Fachämter und städtischen Gesellschaften für den 652. Pützchens Markt (6. bis 10. September) skizzierte der Kirmes-Chef drei Wochen vor dem Jahrmarktsauftakt:

Tiefbauamt: Vier Wochen benötigen die Mitarbeiter der Stadt, um 500 Verkehrszeichen sowie 200 Masten und Ständer aufzustellen. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Umleitungen sowie Halteverbotsschilder zur Freihaltung von Flucht- und Rettungswegen.

Marktamt: Die Mitarbeiter des Marktamtes verlegen ab Anfang August ihre Büros aus dem Stadthaus in die Markthalle am Holzlarer Weg, um in der Aufbauphase kurze Wege zum Geschehen auf den Marktwiesen zu haben. Sie markieren die Standplätze, damit Schausteller und Budenbetreiber genau wissen, wo sie ihre Geschäfte platzieren können.

Bauordnungsamt: Bevor sich Achterbahnen und Karussells bei Pützchens Markt drehen dürfen, werden technisch schwierige Fahrgeschäfte von Kollegen des Bauordnungsamtes unter die Lupe genommen. Die Standsicherheit wird im Hinblick auf die örtlichen Bodenverhältnisse und den korrekten Aufbau stichprobenartig überprüft.

Bonnorange: Vor und nach dem Kirmestreiben werden die Marktwiesen und die nähere Umgebung gründlich gereinigt. Drei Müllfahrzeuge, die insgesamt mit neun Mitarbeitern besetzt sind, beseitigen während der fünf Kirmestage täglich den Kirmesmüll. 18 weitere Mitarbeiter von Bonnorange reinigen Straßen und Wege zwischen den Buden.

Stadtwerke: Die SWB-Mitarbeiter von Bonn-Netz verlegen sechs Kilometer Elektrokabel, um die Kirmes mit Strom zu versorgen. Pascal Köhn, Fachbereichsleiter bei Bonn-Netz: „Wir stellen für die Dauer der Kirmes permanent zwei Megawatt Strom zur Verfügung. Der Verbrauch während des Jahrmarkts liegt bei ungefähr 226.000 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht im Jahr durchschnittlich 2800 Kilowattstunden.“ Die SWB-Verkehrsbetriebe setzen während der Kirmes 250 zusätzliche Busfahrer ein und statten alle betroffenen Haltestellen mit Fahrgastinformationen zu Pützchens Markt aus.