Bilanz Mehr Körperverletzungen bei Pützchens Markt

Pützchen. Veranstalter, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sind mit Pützchens Markt zufrieden. Mit 1,4 Millionen Besuchern wurde ein neuer Rekord erzielt. Die Polizei verzeichnete allerdings einen Anstieg der Körperverletzungsdelikte auf 27 Fälle.

Mit einem neuen Besucherrekord endete die Großkirmes Pützchens Markt am Dienstagabend. Insgesamt 1,4 Millionen Besucher waren in den vergangenen fünf Tagen auf das Jahrmarktgelände geströmt. "Es war ein toller Pützchens Markt", sagte Marktleiter Harald Borchert am Mittwochmorgen bei der abschließenden Pressekonferenz. Insgesamt sei es "eine friedliche und harmonische Veranstaltung" gewesen. Der besucherstärkste Tag war der Sonntag mit 340.000 Gästen, aber auch der Eröffnungstag und der Samstag seien sehr sehr voll gewesen. "Die idealen Wetterbedingungen haben zu den starken Besucherzahlen geführt", so Borchert.

Die Polizei verzeichnete hingegen mehr Fälle von Körperverletzungen als noch im vergangenen Jahr. Insgesamt kam es zu 27 Körperverletzungen, im Vorjahr waren es noch 19 gewesen. Allein 16 davon ereigneten sich am Samstag. Laut Polizei entstanden alle im Zusammenhang mit Alkohol. 17 Mal mussten die Beamten Personen in Gewahrsam nehmen. Auch die Zahl der Platzverweise fiel höher aus als 2017: 85 Mal wurde ein Platzverweis erteilt. In zwei Fällen wurden Beamten bei ihren Einsätzen leicht verletzt. Dennoch sei es aus Polizeisicht ein ruhiger Pützchens Markt gewesen, bilanzierte Einsatzleiter Gerd Peter.

"Die gemeinsame Befehlsstelle hat sich bewährt", lobt Peter die Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr, die in diesem Jahr zum ersten Mal mit in die Befehlsstelle integriert wurde. Acht Kinder hatten zwischenzeitlich ihre Eltern auf dem Kirmesgelände verloren, die mit Hilfe der Polizei alle wieder zu ihren zurückgebracht werden konnten.

76 Verletzte

Der Stadtordnungsdienst musste im Rahmen der Großkirmes 576 Knöllchen verteilen. 141 Autos, die Flucht- oder Rettungswege versperrten, mussten abgeschleppt werden. Drei Mal mussten die Mitarbeiter gegen Randalierer einen Platzverweis aussprechen. Vier Wildpinkler wurden mit einem Bußgeld versehen.

Die Stadtwerke Bus und Bahn hatten zusätzlich zum regulären Linienverkehr drei Sonderbuslinien eingerichtet. Dafür mussten 250 Extraschichten gefahren werden. Nach Angaben der Polizei hat der Verkehr rund um das Marktgelände und auch auf der Autobahn im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen.

Insgesamt mussten weniger Menschen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, in diesem Jahr waren es 76 Verletzte. Die Feuerwehr musste eine defekte Gasflasche aus einem Bude entfernen. Ein Schausteller hatte Gasgeruch gemeldet und die Feuerwehr alarmiert. Die Flasche wurde dann an einem sicheren Ort kontrolliert entleert.

Flächenbrand nach Feuerwerk

Das Feuerwerk am letzten Öffnungstag hatte einen kleinen Flächenbrand ausgelöst. Durch Funkenflug hatte sich eine Fläche von 20 Quadratmetern entzündet, die die vor Ort postierten Einsatzkräfte sofort löschten. Es gebe keinen Hinweis, auf ein unsachgemäßes Entzünden des Feuerwerk, sagte die Feuerwehr bei der Pressekonferenz.

Im Zuge des Feuerwerks kam es zu einem Flächenbrand.

 

In den fünf Tagen haben die Mitarbeiter von Bonnorange rund 60 Tonnen Müll von dem Kirmesgelände entfernt. In den kommenden Tagen sollen noch einmal 13 bis 14 Tonnen hinzukommen, wenn alle Fahrgeschäfte das Areal verlassen haben.

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