Pützchens Markt

"Live-Erschrecker" für die Geisterbahn gesucht

"Life-Erschrecker" sollen die Gäste der Geisterbahn auf der Kirmes Pützchens Markt erschrecken.

Beuel. Kuriose Berufe gibt es viele: Golfballtaucher, professioneller Ansteher oder Wasserrutschen-Tester. Für Pützchens Markt werden jetzt Live-Erschrecker gesucht.

Für viele ist ein allseits bekannter Beruf wie Bürokaufmann oder Versicherungsvertreter unattraktiv. "Live-Erschrecker" in einer Geisterbahn hingegen klingt schon viel aufregender. Für die Bonner Großkirmes Pützchens Markt werden noch Aushilfen für die Geisterbahn gesucht. "Halloween und das Gruseln kommen immer mehr in Mode", sagt Geisterbahnbesitzer Martin Blume.

So lustig der Nebenjob auch klingt, das Gruseln muss professionell durchgeführt werden. "Viele private Liveakteure fungieren vermehrt als professionelle Erschrecker. Diese kommen meistens schon entsprechend kostümiert und geschminkt zum Bewerbungsgespräch", verrät Blume. Interessenten sollten also auf keinen Fall unvorbereitet auftauchen.

Für die Geisterbahn auf Pützchens Markt werden Erschrecker gesucht.

Für die Geisterbahn auf Pützchens Markt werden Erschrecker gesucht.

 

Einzige Voraussetzungen: Die Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sich an gewisse Auflagen halten. Eine davon ist, die Passagiere niemals anzufassen. "Um einen schaurigen Grusel-Effekt zu erzielen, muss der Live-Erschrecker dicht an die Personen heran, doch berühren darf er sie nie", betont Martin Blume.

Ansonsten ist es dem Schausteller wichtig, dass die Person sich gut präsentieren und vor allem gut und ernsthaft erschrecken kann. Vor Lachen losprusten ist in einer Geisterbahn eher fehl am Platz.

Ein Tipp für alle interessierten "Life-Erschrecker": Vor der Gruselpräsentation einen besonders schaurigen Gesichtsausdruck üben und ein furchteinflößendes Halloweenkostüm vom Dachboden holen.

Kuriose Nebenjobs

Sollte aus dem Nebenjob "Live-Erschrecker" vorerst nichts werden, gibt es noch diverse außergewöhnliche Berufe, die Kreativität erfordern und abwechslungsreich sind. Wer hätte gedacht, dass "Wasserrutschen-Tester" ein Beruf ist? 2013 suchte der britische Tourismuskonzern First Choice tatsächlich einen Wasserrutschen-Tester, der ein halbes Jahr um die Welt reisen, Wasserrutschen testen und darüber in den sozialen Netzwerken berichten sollte.

Wem das zu viel Action ist, kann sich auch als Glückskeksautor versuchen. Nachdem der "Cookie-Master" Donald Lau eine Schreibblockade hatte, stellte der Vizepräsident der Firma Wonton Food Glückskeksautoren ein. Auch in Deutschland gibt es Glückskekshersteller, denen möglicherweise irgendwann die Ideen ausgehen.

Gleichgültig, für welchen Nebenjob man sich interessiert - langweilig wird es dabei sicher nicht!