Jahrmarkt am Beueler Rheinufer

Kirmesbesuch ist Tradition

Break-Dance heißt das rasante Fahrgeschäft auf der Beueler Kirmes, auf dem Leo und Jukia großen Spaß haben.

Break-Dance heißt das rasante Fahrgeschäft auf der Beueler Kirmes, auf dem Leo und Jukia großen Spaß haben.

Beuel. Der Geruch von Popcorn und Bratwürstchen lag schon in der Luft, bevor die Stände der Osterkirmes in Beuel am Mittwoch überhaupt geöffnet hatten. Dennoch war der Ansturm trotz des viel beworbenen Familientages mit reduzierten Preisen nicht sehr groß.

Für den diesjährigen Familientag kamen nur eine Handvoll Jugendliche, ein paar Familien und einige Großeltern mit ihren Enkeln. So zum Beispiel Elisabeth und Karl Wirtz mit ihrem dreijährigen Enkel David. Die beiden kommen aus Beuel und sagen: „Wenn man hier wohnt, dann sind die Osterkirmes und Pützchens Markt einfach Tradition.“ Ihnen gefällt an der Osterkirmes die Atmosphäre und, dass sie kindgerecht ist.

David ist ein echter Kirmesfan, auch Pützchens Markt lässt er sich nicht entgehen. Besonders angetan hat es ihm an diesem Mittwoch der Autoscooter: „Ich finde das Auto gut“, sagt er und zeigt mit großen Augen auf den Autoscooter. Das Preis-Leistungs-Verhältnis findet das Ehepaar in Ordnung, sie sähen aber keinen großen Unterschied von den Preisen am Familientag, zu den Preisen an den anderen Kirmestagen.

Der von David bewunderte Autoscooter, ein Kirmesklassiker, zog auch den elfjährigen Tjorben aus Niedersachsen an. Tjorben, seine Mutter und der 13 Wochen alte Hundewelpe Woozle sind zu Besuch in Bonn. Auf die Osterkirmes zu gehen, war eine spontane Entscheidung. Für ihren Beueler Gastgeber, der nicht namentlich genannt werden will, ist die Osterkirmes aber Pflichtprogramm. Auch wenn er das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht sehr gut findet, für die Osterkirmes spräche die Rheinnähe, dass man den Besuch mit einem Spaziergang verbinden könne und dass es weniger voll sei als in Pützchen.

Auch die Familie Uckermann aus Beuel war mit ihren drei Kindern da. Für sie war der Besuch weniger auf den Familientag ausgerichtet als auf das Wetter. Julia (15), Leo (13) und Julian(11) gehen gerne auf die Osterkirmes, Julia und Leo gefällt das Fahrgeschäft Break Dance am besten, Julian kommt hauptsächlich wegen des Essens. Ihre Eltern sind nicht die größten Fans der Kirmes: „Es ist nicht mehr, was es mal war, es sind immer die gleichen Stände. Von Jahr zu Jahr werden es weniger, aus der Kirmes könnte man mehr herausholen“, findet Markus Uckermann. Trotzdem, die Kirmes ließe sich mit einem Spaziergang verbinden und den Kindern gefiele es.

„Kirmes ist nicht mehr das was es mal war“, sagt auch Elisabeth Decker-Schaak von der Enten-Angeln-Bude. Seit mindestens 60 Jahren nimmt ihre Familie an der Osterkirmes teil, und sie stellt fest: „Die Menschen haben einfach nicht mehr so viel Geld für Kirmes“. Das Geschäft laufe aber an diesem eher langsamen Mittwoch nicht schlecht. Insbesondere die jüngeren Besucher konnten den aushängenden Spielzeugen und Kuscheltieren in allen Farben und Formen nicht widerstehen.