Ausblick auf Pützchens Markt 2017

Arbeitsgruppe plant bereits das Jubiläumsjahr

Beuel. Trotz aller Bedenken und Sorgen vor dem 649. Pützchens Markt: Es war die friedlichste, fröhlichste und vom Angebot her gelungenste Kirmes seit vielen Jahren. Und nun steht 2017 der runde Geburtstag an.

Nach der Kirmes ist vor der Kirmes: Weil die Stadt Bonn 2017 den 650. Pützchens Markt (8. bis 12. September) feiert, ist eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, ein Jubiläumsprogramm auf die Beine zu stellen. Einige Eckpunkte sind bereits bekannt: Vom 30. Juni bis 9. Juli wird es auf dem Münsterplatz einen historischen Jahrmarkt mit einer Ausstellung geben. Am Mittwoch vor dem Kirmesauftakt, 6. September, lädt die Stadt Bonn gemeinsam mit dem Freundeskreis Pützchens Markt zu einem Bürgerfest in Pützchen ein.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahres findet vom 12. bis 14. Januar in Bonn außerdem die 68. Delegiertentagung des Deutschen Schaustellerbundes statt, zu der etwa 1300 Teilnehmer erwartet werden. Der Sprecher der Bonner Schaustellervereins, Peter Barth, kündigte an, dass man ab jetzt auf allen Plätzen im gesamten Bundesgebiet für das Jubiläum von Pützchens Markt werben wolle. „Für uns war es dieses Jahr eine tolle Veranstaltung“, so Barth.

Dass der abgelaufene 649. Pützchens Markt ein voller Erfolg war, darin waren sich am Mittwoch bei der Bilanz-Pressekonferenz im Bonner Stadthaus alle Beteiligten einig. 1,2 Millionen Besucher waren an den fünf Tagen auf Pützchen.

Vor allem die Bonner Polizei heimste viel Lob ein. Ihre Strategie lautete „Prävention und Präzenz“, und das Konzept ging nach Einschätzung von Einsatzleiter Gerd Mainzer voll auf: „Wir haben die Anzahl der Beamten fast verdoppelt und die Einsätze fast halbiert“, sagte der Leiter der Polizeiwache Ramersdorf.

Pünktlich um 24 Uhr erklärte am Dienstag Marktmeister Harald Borchert die Kirmes für beendet. Der 649. Pützchens Markt war seine erste Veranstaltung dieser Art. Deshalb verwunderte es nicht, dass er am Mittwoch etwas erschöpft, aber glücklich wirkte. Um stets schnell erreichbar zu sein, hatte sich Borchert ganz in der Nähe des Jahrmarkts bei Bekannten eingemietet. „Die Nächte waren kurz, weil ich bei meiner Premiere natürlich so viel wie möglich miterleben wollte, um Erfahrungen für die kommenden Jahre zu gewinnen.“

Ganze Arbeit hat auch Bonnorange geleistet, deren Reinigungskräfte am Mittwoch um 6.30 Uhr alle Hauptachsen gesäubert hatten. „Wir waren in der Nacht mit 29 Mitarbeitern auf dem Gelände und haben bislang 75 Tonnen Abfall eingesammelt“, sagte Jasmin Mangold, Pressesprecherin von Bonnorange. Bis Ende der Woche ist das Team im Einsatz.

Auch Feuerwehr und Rettungsdienste verlebten ruhige Tage. Jürgen Eck von der Berufsfeuerwehr berichtete dennoch von einer Besonderheit, die sich am Dienstagabend kurz vor dem Feuerwerk ereignet hatte: „Eine schwangere Frau fuhr mit dem Breakdancer. Anschließend bekam sie ein Ziehen im Unterleib. Wir haben sie in ein Krankenhaus gebracht.“