GA-Filmecke 14. - 20. Dezember

"Star Wars" und mehr: Unsere Kinotipps aus Bonn

Rey (Daisy Ridley) trifft in "Die letzten Jedi" auf Luke Skywalker (Mark Hamill)

Rey (Daisy Ridley) trifft in "Die letzten Jedi" auf Luke Skywalker (Mark Hamill)

Bonn. Wie stark ist die Macht mit "Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi"? Eine Kritik zum Film sowie zur neuen Komödie von Juliette Binoche und eine Übersicht über Neustarts und Specials in den Bonner Kinos gibt es in der neuen Filmecke.

1 "Star Wars" wird fortgesetzt

Das lange Warten hat ein Ende. Mit "Star Wars: Episode VIII - Die letzten Jedi" startet die von vielen langersehnte Fortsetzung der Sternenkriegssaga in den Kinos. Zwei Jahre nach "Das Erwachen der Macht" setzt der Film direkt an die Geschichte des Vorgängers an. Rey ist zum Inselplaneten Ahch-To geflogen, um Luke Skywalker zu treffen und bei ihm in die Jedi-Lehre zu treten. Mit dem Treffen des letzten Jedi verbindet Rey auch die Hoffnung, den Frieden in der Galaxis wiederherzustellen. Nur der Widerstand um Generalin Leia steht einer Herrschaft der Ersten Ordnung gegenüber, die zwar den Verlust der Starkiller-Basis verkraften muss, aber wild entschlossen ist, den Widerstand ein für alle mal zu vernichten.

Nachdem "Das Erwachen der Macht" noch große Handlungsparallelen zum Ursprungs-Star-Wars "Eine neue Hoffnung" aufwies, war die Befürchtung groß, die Fortsetzung könnte nur ein Remake von Episode V und "Das Imperium schlägt zurück" sein. Doch die Sorge bestätigt sich nicht, trotz Parallelen zwischen den Filmen, die nicht von der Hand zu weisen sind (Beispiel: Ein Jedi-Schüler möchte bei einem alten, abseits lebenden Jedi-Meister seine Fähigkeiten ergründen) und einigen teils wunderbaren Momenten, die auf die alte Trilogie zurückbesinnen.

2 Kleine Momente ragen heraus

Regisseur Rian Johnson gelingt ein Weltraum-Abenteuer mit fantastischen Schauwerten und spektakulären Weltraum-Schlachten. Mit der Schlacht zu Beginn, in der Poe Dameron sein ganzes Können als bester Pilot der Galaxie unter Beweis stellen darf, wirft der Film den Zuschauer direkt in ein großes Abenteuer, das erzählerisch über die Länge von 151 Minuten jedoch nicht immer vollkommen ausgereift wirkt. Statt des großen Ganzen sind es einzelne Szenen und Momente, die unter der Regie von Rian Johnson herausragen.

Da ist die Darstellung von Mark Hamill als Luke Skywalker, der zurückgezogen lebt und lieber früh als spät wieder allein seine Tage verbringen will. Da ist Kylo Ren, ein Bösewicht, der schon in "Das Erwachen der Macht" nicht einfach nur böse war, sondern innerlich zerrissen und ebenso seinen Platz in der Geschichte sucht wie Rey, die bei Luke ihre Fähigkeiten gelenkt haben möchte. Es sind diese Figuren, ihre Weiterentwicklung, ihre Handlungen und ihre Entscheidungen, aus denen "Die letzten Jedi" seinen größten Reiz zieht und emotionale Höhepunkte generiert.

Neben dieser (Melo-)Dramatik und Spektakel in den Actionszenen gibt es auch heitere Momente mit fast schon kindlichem Humor, neue Figuren und ein wenig leichte Gesellschaftskritik (Stichwort Waffenlieferungen). Das Abenteuer aus einer weit, weit entfernten Galaxie schwankt zwischen Bombast und Emotionen, zwischen großem Blockbuster-Action-Kino und spannenden zwischenmenschlichen Tönen. Trotz kleinerer Schwächen ist die Macht stark mit diesem Film.

Zuschauer von "Die letzten Jedi" haben die Wahl zwischen vier Versionen. Der Film läuft in 3D auf Deutsch, in 3D auf Englisch, in 2D auf Deutsch und in 2D auf Englisch.