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Wein-Events im "Wohnzimmer" in Bonn

Wein-Beratung "ohne Blabla und Bullshit": Daniel Agbedor und Daniel Wartacz vom Wohnzimmer.

Wein-Beratung "ohne Blabla und Bullshit": Daniel Agbedor und Daniel Wartacz vom Wohnzimmer.

Bonn. "Jogginghosen-Tasting", "Winzer-Battle" und "Barbier-Abende" kündigen die Besitzer der neuen Location für Wein-Events: das "Wohnzimmer" an.

In einem ehemaligen Tattoo-Studio in der Nähe der Bonner Beethovenhalle haben die beiden Geschäftspartner Daniel Agbedor und Daniel Wartacz (beide 37 Jahre alt und nach Selbstauskunft seit einem Vierteljahrhundert befreundet) das "Wohnzimmer" eröffnet.

Die neue Location für Wein-Events präsentiert sich mit dunkelgrauen Wänden, einem riesigen, schwarz-weißen Graffito im Eingangsbereich, Weinschränken, Sofa, Fernseher und einem Esstisch aus Treibholz, an dem zwölf Menschen Platz finden. In einem goldenem Käfig werden Weinflaschen aus besonderen Jahrgängen aufbewahrt.

Ausdrücklich ungezwungen soll es bei Daniel und Daniel zugehen. Die traditionelle Weinberatung und -verkostung "wollen wir nicht schlechtmachen", erklärt Wartacz. "Aber wir kennen sehr viele aus unserem Freundeskreis, die niemals eine Weinprobe machen würden. Weil das so steif ist." Hinter dem "Wohnzimmer" stehen Agbedors 2016 gegründete Firma "Wein doch!" und die 2015 gestartete Bonner Manufaktur, die beispielsweise den mehrfach international prämierten Naked Gin und den Wein "Fr3undeskreisw3in" vermarkten.

"Jogginghosen-Tasting" und "Winzer-Battle"

Das soll im Wohnzimmer, Untertitel "Drinking Office", ab sofort ganz anders ablaufen. Die beiden Gastgeber kündigen "Jogginghosen-Tasting", "Winzer-Battle" und "Barbier-Abende" an. "Beratung ohne Blabla und Bullshit", gibt das Duo als Motto aus. Der Ladenverkauf wird mit Events kombiniert, "die Bock auf Wein machen".

Im schlanken Sortiment finden sich rund 40 Positionen zwischen sieben und 70 Euro, dazu sechs verschiedene Crémants ab 12,90 Euro und Champagner von Taittinger. Die Weißweine kommen vor allem aus Deutschland, ferner aus Frankreich, Italien und Spanien; die Rotweine stammen vorwiegend aus Südfrankreich und Italien sowie aus Übersee. "Wir lassen unser Sortiment bewusst offen, das soll immer in Bewegung bleiben", sagt Wartacz. "Wir wollen die Leute überraschen."

Als aktuellen persönlichen Lieblingswein nennt Wartacz den Silvaner vom Weingut Werther Windisch aus Rheinhessen (10,90 Euro): "Eine leicht unterschätzte Rebsorte und einfach ein großartiger Wein." Daniel Agbedor wählt den Syrah vom Chateau Ste. Michelle aus dem Columbia Valley (USA) für 15,90 Euro: "Ein wunderschön saftiger, opulenter und kerniger Wein."