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Eifel-Brennerei wird Destillerie des Jahres

Urkunde aus New York: Christian Althammer, Petra Fritsche, Petra und Peter-Josef Schütz, Eva-Maria Kappen und Henry Wolf (von links).

Urkunde aus New York: Christian Althammer, Petra Fritsche, Petra und Peter-Josef Schütz, Eva-Maria Kappen und Henry Wolf (von links).

Eifel. Die Eifel-Destillerie in dem Grafschafter Ort Lantershofen wurde bei der neunten New York International Spirits Competition zu "Germany´s Distillery of the Year 2018" gekürt. Oben drauf gab es noch eine Goldmedaille für den besten Kirschen-Likör.

Im Herzen von Manhattan sitzt eine Jury, die Blindproben von Spirituosen aus aller Welt verkostet - von Armagnac über Gin, Liköre und Rum bis Wodka und Whiskey. Mehr als 600 Proben waren es kürzlich bei der neunten New York International Spirits Competition. Es galt, Medaillen in 60 Kategorien an Destillateure aus 29 Ländern zu vergeben. Eine Mammutaufgabe für die Sommeliers, Restaurantbesitzer, Importeure und Spirituosenhändler.

Die Entscheidung der Juroren, die Eifel-Destillerie im 6000 Kilometern entfernten Grafschafter Ort Lantershofen aufs Podest zu heben, den im Jahr 1925 gegründeten Betrieb zur "Germany's Distillery of the Year 2018" zu küren und den Kirschen-Likör mit einer Goldmedaille auszuzeichnen - das haut selbst den erfolgsverwöhnten Brenner Peter-Josef Schütz und seine Frau Petra um.

Dank ehrlicher Produkte nun offiziell Produzenten von Weltrang

"Das ist der Wahnsinn", sagt Schütz. "Damit gelten wir dank unserer ehrlichen Produkte mit natürlichen Rohstoffen jetzt auch ganz offiziell als Produzenten von Weltrang", betont der 53-jährige Schütz. Da die Eifel-Destillerie mit vier Produkten drei Mal auf dem Treppchen gelandet ist, gibt es zusätzlich den Titel "Deutschlands Destillerie des Jahres".
"Unser Likör mit Grafschafter Kirschen Gold, der PJfinest Dry Gin und Flöck erhielten jeweils Silber - es gab keinen, der besser war", freut sich das Ehepaar Schütz mit den vier Mitarbeitern. Schütz schwört auf regionale Früchte: "Unsere Heimat hat viel zu bieten: einen gesunden Boden vulkanischen Ursprungs, ein mildes Klima und viel unberührte Natur", sagt er. "Das sind hervorragende Bedingungen für Kräuter- und Heilpflanzen, Obst und Getreide."

"Der Transport der Produkte nach Übersee war schon eine Herausforderung", erklärt Petra Schütz im GA-Gespräch, da kein Alkohol in die USA exportiert werden darf. "Ich habe die vier Flaschen als Muster deklariert und jede noch mal explizit mit dem Vermerk 'Für Wettbewerb, nicht zum Verkauf' beschriftet." Der Kirschen-Likör wurde zudem von Fallstaff (Bars & SpiritsGuide) mit 92 Punkten gewertet und führt in dieser Kategorie die Liste an. Die Lantershofener Brennerei hat 2018 bereits 14 Gold-Auszeichnungen erhalten. 

Info: www.eifel-destillerie.de