Ausgefallene Varianten

Diese Eissorten liegen diesen Sommer in Bonn und der Region im Trend

Die Eisdielen in Bonn und der Region verkaufen besonders kreative Sorten.

Bonn/Region. Es muss nicht immer Schokolade, Vanille oder Stracciatella sein. Auch neue Eissorten sind in Bonn und der Region äußerst beliebt. Welche davon sind besonders ausgefallen?

Die sonnigen Tage der letzten Wochen halten sich hartnäckig. Ebenso die lange Schlangen vor den Eisdielen der Region. Klassische Sorten wie Schokolade, Vanille und Stracciatella funktionieren seit Jahrzehnten ausgesprochen gut. Doch welche Neuheiten können die Gäste in Bonn und der Region in diesem Sommer begeistern?

"Die Neugierde wird stärker"

Bei der Eisdiele "Granatella" in Poppelsdorf stehen seit einigen Wochen Variationen wie Joghurt-Mandarine und Cassis neu auf der Eiskarte. Beide Sorten laufen gut an, wie Fabio Granatella, der Sohn des Inhabers, betont. Das Publikum in Poppelsdorf sei offen für kreative Sorten wie Nutella oder Limoncello. Klassische Eissorten liefen zwar ebenfalls gut, die Nachfrage nach Fruchteis steige gerade in den Sommermonaten an, so eine Mitarbeiterin der Eisdiele. Die Sorten Brombeere, Himbeere und Mango sind aktuell im Juli die Spitzenreiter. Aber auch die verschiedenen Joghurt-Mischsorten stünden sich in nichts nach.

Eine ähnliche Entwicklung beobachtet auch Francesco Sabatella von der Eisdiele "Sabatella" in Sankt Augustin. "Die Neugierde der Gäste wird stärker", findet der Sohn des Inhabers. Zwar blieben Klassiker wie Nuss und Vanille beliebt, insgesamt sei das Publikum aber interessiert an kreativen Eisvarianten. Neue Sorten bei "Sabatella" sind zum Beispiel Cheesecake, Rocher und Bitterschokolade. Auch hier sind die Frucht- und Joghurtsorten besonders beliebt. Vor allem die erfrischenden Sorten Maracuja und Limette-Ingwer sind stark gefragt. Aber auch Salzkaramell ist sehr beliebt.

Seepferdchen für Kinder

Eigene Kreationen wie Lakritz, Cookies und Salzkaramell sind indessen auch die Sorten, die im Eiscafé "Ghirardi" in Mehlem oft verkauft werden. Zusätzlich haben die Inhaber Valerio und Lydia Ghirardi ein eigenes Eis für Kinder im Angebot, das sich Seepferdchen nennt. "Das genaue Rezept ist geheim", erklärt Lydia Ghirardi lachend. So verrät sie nur, dass die Sorte nach Mango schmeckt. Derzeit laufen die Sorten Zitrone-Basilikum, Granatapfel und Feige besonders gut.

Ein Geheimnis ist auch die Rezeptur für die Eissorte Drachenblut, die im Eiscafé "Bruno" in Königswinter angeboten wird. Inhaberin Francesca Napol deutet lediglich an, dass das Eis aus Amaretto-Plätzchen und Krokant besteht. "Einmal probiert, wollen unsere Gäste die Sorte immer wieder haben", erzählt die Italienerin. Dasselbe gelte für die hauseigene Eissorte namens Cassata Siciliana, die der namensgebenden sizilianischen Torte nachempfunden ist und nach Pistazie und gerösteten Mandeln schmeckt. Auch hier liegen die exotischen Eissorten wie Maracuja, Granatapfel und Limette im Trend.

Veganes Eis liegt im Trend

Die ganz besonderen Sorten scheinen dieses Jahr besonders beliebt zu sein. Dies kann auch Katja Völkner, Inhaberin des "Eis-Ateliers" in Bad Honnef, bestätigen. In ihrem Eiscafé verkaufen sich vor allem die Variationen Limette-Meringue, Sesam sowie Funky, ein Eis aus malziger Schokolade. Neu im Angebot hat Völkner außerdem ein veganes Cappuccino-Sorbet. Was in ihrem Sortiment allerdings komplett fehlt, sind künstlich gefärbte Eissorten. Deswegen hält sie auch nicht viel vom neuesten Trend zu schwarzem Eis, dessen dunkle Farbe meistens nur mithilfe von Aktivkohle gelingen kann.

Schnell zeigt sich, dass das Angebot in Bonn und der Region so vielfältig ist wie der Geschmack des Publikums. Ausgefallene Eissorten stoßen auf großes Interesse. Wer weiß also, was es in den nächsten Jahren wohl für Varianten geben wird? Die Eisdielen im Umland sind sicherlich offen für kreative Vorschläge.