GA-Wandertag

Helfer - Bundespolizei rückt mit Schutzweste und Erbsensuppe an

Schloss Birlinghoven.  Ganz schön schwer, so eine Schutzweste. Gut acht Kilogramm bringt sie auf die Waage, und die Bewegungsfreiheit ist recht eingeschränkt. "Aber lieber schwer als tot", so der Kommentar einer interessierten Wandersfrau. Genau: Kugeln hält diese Weste locker auf, und auch mit einem Messer kann man nicht hindurch stoßen.

Und dann der Helm: Er lastet auf dem Kopf, durch das Polster auf Ohrhöhe hört man alles nur gedämpft Mit beidem zusammen fühlt man sich wie Robocop, und da ist die ganze restliche Ausrüstung, die ein Bundespolizist im Einsatz mit sich führt, noch gar nicht bei.

Wer wollte, konnte Weste und Helm auf dem Fest zum GA-Wandertag an Schloss Birlinghoven am Stand der Bundespolizei anprobieren. "Die kann man tragen, wenn man abnehmen will", witzelte eine Passantin. Vermutlich hatte sie recht. Der Stand war gut besucht, allerdings interessierten sich die meisten weniger für die Schutzkleidung als vielmehr für die hausgemachte Erbsensuppe. "600 Liter haben wir gemacht", sagte Polizeihauptmeister Harald Windolph.

"Diese Menge hat sich seit vielen Jahren bewährt." Die Bundespolizei blickt auf eine lange GA-Wandertags-Tradition zurück: "Wir sind vom ersten Tag an dabei." Macht 35 Jahre. Und zwar nicht nur aus sozialen Gründen: "Das ist für unsere jungen Anwärter, die noch in der Ausbildung sind, eine gute Gelegenheit, das Gespräch mit den Bürgern zu üben." Eine gute Vorbereitung auf das Kommunikationstraining, denn: "Die stärkste Waffe der Beamten ist immer das gesprochene Wort. je mehr man mit Reden lösen kann, desto weniger braucht man die Ausrüstung."

Impressionen vom GA-Wandertag

Ebenfalls zum wiederholten Mal war das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft beim Fest. Dort hatten die kinder Gelegenheit, ausgestopfte Tiere zu besichtigen, Nägel in Baumstämme zu schlagen und das Forstamtslogo in Holzscheiben zu brennen. Außerdem gab es eine Tastwand und diverse Zuordnungsspiele rund um Tierspuren und Früchte. "Man glaubt es kaum, wie fit manche Kinder darin sind", sagte Förster Bernd Sommerhäuser. Das Forstamt war an der Streckenplanung beteiligt und konnte dafür den Stand aufbauen.

Einen weitgehend ruhigen Tag hatten die Helfer des Roten Kreuzes - was ihnen durchaus recht war. Hauptsächlich wurden laut Einsatzleiter Patrick Eisenkrämer Pflaster verteilt, einen Jungen mit Schnittverletzung und zwei ältere Wanderer mit Kreislaufproblemen brachte man in Krankenhäuser. Die Leute hätten von Jahr zu Jahr dazugelernt und würden sich besser vorbereiten, so Eisenkrämer.

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