Dschungelcamp 2013

Claudelle im „Vorzimmer zur Hölle“

Australien.  Zum ersten Mal durften am Samstag die Camper entscheiden, wer zur Dschungelprüfung antreten muss. Claudelle hat am Ende die meisten Stimmen ihrer Kollegen bekommen und durfte im „Vorzimmer zur Hölle“ auf Sternejagd gehen - angefeuert von den übrigen Campern.
Aufgabe 6: Claudelle auf Telefonposten. Während ihr Bürostuhl langsam in ein Bottich mit Schleim, stinkenden Fischabfällen und toten Insekten herabsinkt, muss sie am Telefon Fragen beantworten.
								Foto: RTL
Aufgabe 6: Claudelle auf Telefonposten. Während ihr Bürostuhl langsam in ein Bottich mit Schleim, stinkenden Fischabfällen und toten Insekten herabsinkt, muss sie am Telefon Fragen beantworten. Foto: RTL

Das Besondere: Während der Prüfung kann Claudelle einen ihrer Mitcamper als Joker einsetzen. Um ihren Job im Dschungelbüro "Vorzimmer zur Hölle" anzutreten, muss sie sich zunächst an einem Computer anmelden. Die Tastatur steckt in einem Glaskasten voller grüner Ameisen. Nur 30 Sekunden hat Claudelle Zeit, um ihren Namen, ihr Alter und ihren Beruf einzutippen. Das klappt! Stern eins gewonnen.

Nun muss die Ablage sortiert werden. Claudelle wühlt sich mit den Händen zwischen Babykrokodil, Schlange und Flusskrebsen durch: "„Auuuua – ey, du Lümmel, hau ab.“ Angefeuert wird sie von Olivia: „Lass dir das nicht bieten, Claudelle – beiß‘ zurück!“ Das hilft: Claudelle zaubert aus den jeweiligen Behältern zwei Sterne hervor. Jubel auch auf den Rängen.

Nach dieser anstrengenden Büroarbeit gibt es Stärkung: einen Dschungelmacchiato – bestehend aus pürierten Mehlwürmern, Riesenlarven und Kakerlaken - und einen Kakerlaken-Cookie. Sie müssen in 90 Sekunden den Weg in Claudelles Magen gefunden haben. Sofort macht sich Claudelle an Werk und in Windeseile hat sie beides verdrückt. Und wie hat es geschmeckt? „Nach Kakerlaken – eher neutral. Ich hatte sogar das Gefühl, da war eine leichte Süße drin. Ich habe aber auch so einen Hunger und ich esse doch so gerne.“

Im Aufzug muss Claudelle zwei Sterne fangen, die von oben herabfallen – natürlich kommen die nicht alleine vom Himmel gefallen. Eine Ladung brauner Schleim landet auf ihrem Hinterkopf, sie erschreckt und reagiert zu spät. Der Stern ist weg: „Scheiße – ich habe den nicht gesehen.“ Der Aufzug fährt in die nächste Etage. Mehlwürmer, Federn und Grillen fallen herab. Claudelle fängt wieder keinen Stern: „Da war keiner dabei!“ Stimmt. Deshalb geht es in die letzte Etage. Kakerlaken regnen herab. Claudelle sieht den Stern und fängt ihn. Ein weiterer Stern ist sicher.

Ein Stern befindet sich in der zweiten Schublade eines großen Aktenschranks mit Mappen, Papieren und 75 Ratten. 30 Sekunden hat Claudelle Zeit, den Stern zu finden. Auch jetzt braucht sie keinen keinen Mitcamper als "Joker". Claudelle zieht die Schublade auf: „Hallo kleine Mäusis!“ Ohne Hemmungen wühlt sie sich durch die Ratten, findet schnell den Stern und knotet ihn los. Der sechste Stern.

Drei Telefonate von ehemaligen Campern muss Claudelle entgegen nehmen und dabei drei Fragen beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es einen Stern. Hört sich harmlos an? Ist es aber nicht: Während der Telefonate sitzt sie auf einem Bürostuhl, der sich langsam in einen Bottich mit Schleim, stinkenden Fischabfällen und toten Insekten herabsenkt.

Das Telefon klingelt, der Stuhl sinkt in die stinkende Brühe herab. Ramona Leiß ist am anderen Ende: „Welches ehemalige Dschungelpaar erwartet bald Nachwuchs!“ Wie aus der Pistole geschossen Antwortet Claudelle: „Rocco und Kim!“ Sonja: „Richtige Antwort und somit ein Stern!“ Es klingelt wieder. Rocco Stark ist dran: „Welche US-Serie kommt Ende Januar mit neuen Folgen zurück ins deutsche Fernsehen?“ Auch das weiß Claudelle: „Dallas!“ Das ist der achte Stern. Mittlerweile sitzt sie mit dem Po in der Brühe: „IIIIIIIIIIIIIIIIIIh!“ Das Telefon klingelt. Kim Gloss stellt die nächste Frage: „Wie oft war Lothar Matthäus verheiratet? Drei Mal, vier Mal oder fünf Mal.“ Claudelle – mittlerweile bis zur Brust versenkt - unsicher: „Fünf Mal!“ Das ist falsch. Trotzdem - acht Sterne hat Claudelle sehr tapfer erkämpft. Die Gruppe jubelt: „Du bist der Hammer, Claudelle!“

Olivias Vater

Premiere im Dschungelcamp: Olivia und Allegra führen ein intensives Zweiergespräch am Weiher und geben tiefere Einblicke in ihre Kindheit. Olivia spricht über ihr schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater: „Mein Vater ist gestorben. Der hat uns verlassen, da war ich sieben oder so. Der hat in einer Bank gearbeitet und hat dann 1,9 Millionen D-Mark unterschlagen und ist verschwunden. Toll für die Familie! Dann ist er nach Rio de Janeiro geflogen, natürlich First Class und da war er da erst mal im Gefängnis für zwei Jahre. Für mich war das Horror. Ich wurde in der Schule damit gehänselt. Man kann das nicht verstehen, dass ein Vater einfach so verschwindet – und dann auch noch mit so einem Verbrechen. Das ist ja noch schlimmer. Ich habe versucht zu verzeihen, aber ich konnte es nicht.“

Allegra ist es in ihrer Kindheit nicht viel besser ergangen. Sie ist immer noch auf der Suche nach sich selbst: „Ich habe mich sehr oft alleine gelassen gefühlt von meinen beiden Eltern. Mit 18 – mein Vater war mit irgendwelchen Frauen, meine Mutter mit irgendwelchen Männern – konnte ich eigentlich machen was ich wollte. Das war schwierig. Ich hatte keinen Beschützer und ich habe bis heute das Gefühl – egal wo ich bin – ich bin nicht zu Hause. Ich hatte einen Burn Out vor zwei Jahren, als mein Vater gestorben ist – und deshalb habe ich das hier angenommen, um mich irgendwie selber zu erkennen.“

Allegra leidet

Für Allegra ist im Camp alles viel härter, als sie gedacht hatte:  "Vor allem die langen Tage und die Reibungen mit den anderen. Und dann die Angst vor den Prüfungen. Ich habe zwar abgenommen, aber ich hätte ein paar Monate früher trainieren müssen.“

Im Dschungeltelefon schüttet Allega ihr Herz aus: „Tagsüber versuche ich mich zusammenzureißen, aber nachts bin ich alle zwei Stunden wach und das geht auf meine Psyche. Ich habe das Gefühl, dass ich ein bisschen gemobbt werde. Ich fühle mich ein bisschen zur Seite geschoben. Ich wollte einfach „entertainen“ und Spaß mit denen haben, aber ich werde immer abgelehnt. Keiner hört mir zu und deswegen ziehe ich mich jetzt zurück. Und ich finde es traurig, dass ich mich nicht richtig zeigen kann, sondern nur heule und müde bin. Es ist hier noch eine größere Herausforderung, als ich gedacht habe. Ständig wirft mir Iris vor: Allegra macht Geschirr und sie bekommt auch eine Aufgabe und macht es nicht. Und dann bekomme ich immer von ihr dumme Sprüche.“

Nachdem sie schon Arno ihr Leid geklagt hatte, heult sich Allegra jetzt auch bei Claudelle aus. Und dabei schießt sie auch gegen Arno: „Du weißt, ich bin sehr empfindlich. Der Arno hat mich jetzt ein bisschen fertig gemacht und ich brauche es nicht, wenn Leute mich runterziehen. Arno hat mir meine Hoffnungen weggenommen. Ich weiß nicht, wie das weitergeht. Ich möchte nicht zum Psychologen gehen, aber ich bin echt am Ende hier.“ Dabei schießen ihr die Tränen in die Augen. „Vielleicht bin ich nicht die Dschungelkönigin, aber ich habe es probiert. Ich bin halt eine Hollywood-Prinzessin, bin nicht daran gewöhnt. Wenn ich in Los Angeles bin, bei meinen Freunden, dann ist es nicht so schlimm, denn die sind alle wie ich.“

Schatzsuche – „Schweine schrubben“

Zur Schatzsuche brechen am 9. Tag Iris und Joey auf. „Schweine schrubben“ heißt diese Herausforderung und die hat es in sich. Auf „Mutter Katzenberger“ und den Sänger wartet auf einer Lichtung im Dschungel ein Schweinegehege. Sieben kleine Schweinchen tummeln sich im Schlamm und sind ordentlich eingesaut.

Dann entdecken die Stars ihre Aufgabe: „Fangt die Ferkel und wascht sie sauber, um an die Kombination für das Zahlenschloss zu kommen!“ An zwei der verdreckten sieben Ferkel sind Zahlen aufgemalt. Es gilt also, die zwei Zahlen-Ferkel zu finden, zu fangen und sauber zu schrubben. Denn nur so lässt sich das Zahlenschloss, an dem die Schatztruhe festgemacht ist, öffnen.

Iris und Joey gehen ans Werk und werden zu Schweinehirten. Eine lustige und matschige Sauerei beginnt. Besonders Joey wird zum Schweinebändiger. Am Ende gelingt es den Schatzsuchern die Schweine im Trog abzuwaschen und an die Zahlen auf den Ferkeln zu gelangen. Freudig tragen sie die Schatztruhe ins Camp. Sie öffnen sie und bekommen folgende Frage gestellt: „Was heißt auf Litauisch kleines Eichhörnchen?“ A: Wowereit. B: Merkel (richtige Antwort: A).

Die Campbewohner tippen auf Antwort A, nicht zuletzt, weil Arno es schon einmal gehört hat. Die Antwort ist richtig und die Stars finden in der Schatztruhe eine Kräutermischung. Alle freuen sich, nur Schatzsucher Joey ist unzufrieden. „Was soll das, eine Kräutermischung? Da kann ich ja auch hier Blätter sammeln.“

Alle Infos zu "Ich bin ein Star holt mich hier raus!" im RTL-Special

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