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Versorgerwechsel zahlt sich aus - über 300 Euro Sparpotenzial
Von dpa/tmn
Berlin. Die Strompreise steigen stetig. Eine Entwicklung, die für viele Kunden ärgerlich ist. Allerdings gilt: Wer nicht wechselt, ist selber schuld. Denn günstigere Anbieter gibt es überall.
Wer hat den günstigsten Strom? - Einige Versorger bieten einen Tarif mit Preisgarantie. Foto: Patrick Pleul Foto: DPA
Energiepreise kennen seit Jahren vor allem eine Richtung: sie steigen. Verbraucher sind diesem Trend jedoch nicht hilflos ausgeliefert. Denn mit einem Versorgerwechsel können sie ihre Kosten senken. Nach einem Vergleich verschiedener Stromtarife durch die Stiftung Warentest in Berlin ist eine Ersparnis von mehr als 100 Euro im Jahr möglich.
Im Einzelfall fällt das Sparpotenzial sogar noch deutlich größer aus: In Mainz etwa können Kunden durch einem Wechsel vom Grundversorger zu einem günstigeren Stromanbieter im besten Fall über 330 Euro im Jahr sparen. In Hannover sparen Kunden durch einen Wechsel vom Grundversorger zu einem Wettbewerber bis zu 285 Euro im Jahr, in Leipzig 187 Euro. Angenommen wurde in allen Fällen ein Jahresverbrauch von 5500 Kilowattstunden Strom.
Hebt der Versorger die Preise an, haben Kunden laut Stiftung Warentest ein Sonderkündigungsrecht. Verbraucher, die bereits einmal gewechselt haben, gelten als Sonderkunde. Kunden in der Grundversorgung können ihren Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende kündigen. Die Kündigung sollte möglichst schriftlich - am besten per Einschreiben mit Rückschein - an den Versorger geschickt werden.
Bei der Suche nach einem neuen Anbieter sollten Kunden auf einige Punkte achten: Empfehlenswert sind den Testern zufolge Tarife mit einer Preisgarantie. Diese sollte mindestens zwölf Monate lang und auch für wichtige Bestandteile des Preises wie etwa die Netzentgelte gelten. Die Kündigungsfrist sollte zum Ende der ersten Laufzeit nicht länger als sechs Wochen sein. Bei einem Neukundenbonus sollten Verbraucher bedenken, dass er im ersten Vertragsjahr den Tarif günstig erscheinen lässt. Im zweiten Jahr falle die Ersparnis dann deutlich geringer aus.
Artikel vom 23.11.2012
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