Crystal Meth macht sofort abhängig

Krefeld.  Euphorisch, angstfrei, nimmermüde: die anfängliche Wirkung der synthetischen Droge Crystal Meth klingt reizvoll. Umso schrecklicher ist allerdings die Kehrseite ihrer Folgen.
N-Methylamphetamin - umgangssprachlich abgekürzt 'Meth' oder 'Crystal' - macht schon bei einmaligem Konsum abhängig. Foto: Arno Burgi
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N-Methylamphetamin - umgangssprachlich abgekürzt 'Meth' oder 'Crystal' - macht schon bei einmaligem Konsum abhängig. Foto: Arno Burgi Foto: DPA

Schon der einmalige Konsum von Crystal Meth kann süchtig machen. Die synthetische Droge, die zu den Meth-Amphetaminen gehört, macht euphorisch, steigert das Selbstwertgefühl, nimmt Grundängste und unterdrückt Müdigkeit, Hunger und Schmerzen. Diese Effekte führen schnell zu psychischer Abhängigkeit, erläutert Christa Roth-Sackenheim, Vorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater (BVDP) in Krefeld. Wer Crystal Meth nimmt, berichte oft, dass er schon nach kurzer Zeit die Kontrolle über seinen Konsum verliere. Das hänge auch damit zusammen, dass Betroffene die Entzugserscheinungen als unerträglich wahrnehmen.

Laut Roth-Sackenheim besteht die Gefahr, dass die Droge Psychosen mit Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Denkstörungen hervorruft. Auch die geistigen Fähigkeiten leiden oft darunter: Betroffene können sich schlecht konzentrieren oder Termine und Informationen merken. Als körperliche Folgen sind Infekte, Herzprobleme oder Gewichtsverlust möglich.

Je nach Ausprägung der Sucht muss der Abhängige auch stationär behandelt werden. Wichtig dabei sei, dass er lernt, wie er sich zur Enthaltsamkeit in Bezug auf Crystal Meth motivieren kann, erklärt die Psychiaterin. Außerdem müsse er wieder in die Lage kommen, sich selbst so zu kontrollieren, dass er nicht rückfällig wird.

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