13-Jähriger baut elektrisches Kettcar mit Solar-Antrieb | GA-Bonn

13-Jähriger baut elektrisches Kettcar mit Solar-Antrieb

Sie tüfteln, forschen und machen Experimente: Tausende Schüler haben beim Wettbewerb "Jugend forscht" mitgemacht. Das Bundesfinale war am Wochenende in Erfurt in Thüringen. Der 13 Jahre alte Philipp Sinnewe aus Tholey im Saarland gewann dort einen Preis. Er erzählt, warum Tüfteln so toll ist.

Der Schüler Philipp Sinnewe stellt sein Solar-Kettcar vor, mit dem er bei 'Jugend forscht' einen Preis gewonnen hat.

Erkläre doch mal, wieso du bei "Jugend forscht" mitgemacht hast und womit.

Philipp: "Ich bin in der Schule in einer "Jugend forscht"-AG. Meine Lehrerin hat mich dafür vorgeschlagen. Weil sie meinte, dass ich das Zeug dafür habe. In diesem Jahr wollte ich etwas umweltfreundliches bauen. Dabei bin ich auf die Idee mit dem Solar-Kettcar gekommen. Das heißt, das Kettcar wird mit der Energie der Sonne angetrieben. Das ist besser für die Umwelt als zum Beispiel Autos, die mit Benzin und Öl angetrieben werden."

Wie hast du das Solar-Kettcar gebaut?

Philipp: "Ich habe aus einem alten Roller den Elektromotor ausgebaut. Die Gangschaltung ist eine Fahrrad-Nabenschaltung mit drei Gängen. Ich hab auch eine Bremse dran, eine Hupe, Lichter, einen Blinker und einen Tacho. Das Dach ist eine Solarzelle. Damit werden die Batterien aufgeladen und mit der Energie fährt das Kettcar. Außerdem gibt es auch eine ausfahrbare Kamera. Die Bilder werden auf einen Bildschirm am Kettcar übertragen. Damit kann ich zum Beispiel über niedrige Mauern gucken."

Wieso tüftelst du denn überhaupt so gerne?

Philipp: "Wir haben im Keller eine Werkstatt. Ich bin von klein auf dort gewesen. Mein Hobby ist auch Modellbauen, mit Flugzeugen. Ich mag es, in der Hobbywerkstatt zu sitzen. Und wenn man dann was hinkriegt ist das cool. Zum Beispiel mit dem Kettcar, wenn man sich da selber reinsetzen und fahren kann. Später will ich auf jeden Fall beruflich irgendwas im technischen Bereich machen."

Was hast du jetzt bei "Jugend forscht" gewonnen?

Philipp: "Ich habe den fünften Preis gewonnen. Dafür bekomme ich 250 Euro. Und im September darf ich nach Berlin und mein Projekt der Bundeskanzlerin vorstellen. Das finde ich super. Das ist ein Erlebnis, wenn man dahin kommt."

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