Kommentar: Nicht verzetteln!

Nicht verzetteln!

Bei dem Thema Mensa liefern sich die Politiker der Stadt Sinzig schon seit Jahren einen Schlagabtausch. Sie stellen Selbstverständlichkeiten auf einmal infrage. Dabei sind die Fakten eindeutig. Die Mensa muss her. Je schneller desto besser.

Stattdessen wird sich auf anderen Gebieten verzettelt und zum Beispiel der Kauf eines Helenensaales getätigt, bei dem nun hohe neue Investitionen wegen Renovierungsstau anstehen. Aber wer A sagt, muss auch B sagen.

Und das gilt nicht nur für den sonst so kinderfreundlichen Standort Sinzig an der Rheinschiene mit seiner an sich einzigartigen lebensbejahenden Atmosphäre, die teilweise mediterran angehaucht ist. Sondern auch für die Entscheidung zur Ganztagsschule, bei der ein warmes Mittagessen gemäß der Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz notwendiger Bestandteil ist.

Immerhin geht es um ein Potenzial von 406 Schülerinnen und Schülern der Realschule Plus, 390 Schülerinnen und Schülern der Grundschule. Und das an jedem Schultag. Auch Vereine könnten am Wochenende von den Räumlichkeiten profitieren.

Da kann ein Provisorium in umfunktionierten Aufenthaltsräumen keine kurz- oder mittelfristige Lösung bleiben. Zumal Rheinland-Pfalz bis zu 70 Prozent der Kosten fördern würde. Wer weiß, wie viele wertvolle steuerzahlende Familienväter und -mütter noch die Stadt Sinzig bereichern werden, wenn die Bedingungen einer guten Betreuung ihrer Zöglinge weiter ausgebaut werden.

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