Kommentar: Geben statt nur nehmen

Geben statt nur nehmen

Mit dem historischen Domfest geht mal wieder eine lieb gewonnene Tradition zu Ende. Der allgemeine Rückgang von Vereinsaktivitäten ist zum Teil sicherlich unserer schnelllebigen Konsumgesellschaft geschuldet.

Die Menschen wollen immer mehr das kurze Vergnügen ganz ohne Verpflichtungen. Ins Fitnessstudio kann ich gehen, wann ich will. Im Verein muss ich unter Umständen mich regelmäßig engagieren.

Immer weniger Menschen sind bereit, sich ehrenamtlich zu betätigen und damit natürlich auch Verpflichtungen zu übernehmen. Die Vereine kämpfen mit sinkenden Mitgliederzahlen.

Veranstaltungen für die Allgemeinheit, auch kostenlose, werden häufig schlecht besucht. Soziale Einrichtungen finden kaum noch Helfer. Wir in Deutschland leben in einer Solidargemeinschaft.

Wenn ich Hilfe brauche, möchte ich ja auch, dass mich jemand unterstützt. Man kann nicht immer alles auf den Staat abschieben. Deshalb kann ich nur an alle appellieren: Wenn Sie in der Gesellschaft nicht alleine sein wollen, lassen Sie die Gesellschaft auch nicht allein.

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