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Eine glatte Zwei fürs Freibad
GA-Familie: Die Zwillinge Bianca und Charlotte Bauch und ihre Freundinnen testen den Schwimmtreff am Drachenfels.
Platsch: Die vier Testerinnen kosten vor allem die Rutsche aus. Foto: Frank Homann
Königswinter. (suc) Wie steht es um den Spaßfaktor? Gefallen die Becken oder eher nicht? Wie sieht es mit der Liegewiese aus? Antworten auf Fragen wie diese entscheiden darüber, ob ein Freibad im Sommer gerne angesteuert wird oder nicht.
Den Test im Lemmerz-Freibad Königswinter machten für uns die Zwillinge Bianca und Charlotte Bauch (12), die mit den Eltern Claudia und Andreas und der älteren Schwester Melanie an der GA-Aktion "Familienzeitung" teilnehmen, und ihre Freundinnen Simina Bircaci (12) und Jana Steinhauer (13). Nicht immer waren sich die vier Testerinnen so ganz einig. Im Schnitt gab es für das Bad aber schließlich eine 2.
- Lage allgemein/Liegewiese: Jede Medaille hat zwei Seiten, das stellen die vier jungen Testerinnen bei ihrem ersten Besuch im Lemmerz-Freibad fest. Punkten kann das Bad mit seiner landschaftlichen Lage, der Aussicht, dem vielen Grün und der verkehrsruhigen Lage. Was aber auch bedeutet: Gerade für junge Leute, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, ist es schwer zu erreichen. Wer mit Bus und Bahn anreist, hat immerhin noch einen guten Anstieg zu bewältigen. Und auch mit dem Fahrrad geht es sportlich bergan: Das abkühlende Bad will halt verdient sein. Ein bisschen Abzug gibt es auch für die Liegewiese, und das nicht etwa, weil sie recht steil ist: "Das ist Okay, sogar schön", meinen die Mädchen. Sie bedauern aber, dass die große Wiese durch die Becken getrennt ist: "Wenn man mit Freunden verabredet ist, ist das nicht so gut, es ist etwas unübersichtlich." Note: 3.
- Sauberkeit: Punkten kann das Bad mit der Sauberkeit. Wiese, Wege, Becken, WCs, alles macht einen guten Eindruck, finden die Mädchen. Dass hier und da "schon etwas der Lack ab ist", das Bad also unverkennbar in die Jahre gekommen ist, stört sie nicht. Dass es genug Müllkörbe gibt, alles regelmäßig kontrolliert zu werden scheint und vor allem das 18 bis 20 Grad warme Wasser sauber ist, finden sie wichtiger. Einziger Abzug: Im kleinen Babybecken sammelt sich Sand, aber das sei unvermeidlich gleich neben einem Sandkasten. Note: 2 minus.
- Becken: Mit den Becken kann das Freibad mächtig punkten bei unseren Testerinnen. Vor allem die Größe, die auch für sportliche Schwimmer geeignet ist, beeindruckt die vier Schülerinnen. Die Größe der Becken ermögliche auch, dass die Schwimmer sogar dann Platz hätten, wenn es voller wird als jetzt zu Saisonbeginn, glauben sie. Note: 2 plus.
- Spaßfaktor: Die lange Rutsche ist nicht nur ein Blickfang, sondern der Renner auch für die vier Testerinnen. Grundsätzlich würden sich die Vier aber ein größeres Spaßangebot wünschen. Gut weg kommen darum die zuerst nicht entdeckten Tischtennisplatten gleich neben dem kleinen Kletterturm. Auch für die kleineren Kinder sei mit dem, wenn auch einfach ausgestatteten, Spielplatz und zwei getrennten kleinen Becken, die wegen des Abstands zu den großen Becken sicherer für die Kleinen sind, gesorgt. Als Manko empfinden Bianca, Charlotte, Simina und Jana, dass es lediglich ein Ein-Meter-Brett gibt. Gerade für Jugendliche sei das ein Negativpunkt. Gewünscht hätten sich die Mädchen auch etwa ein Beachvolleyball-Feld, "und Platz genug ist ja da". Note: 3 plus.
- Service/Personal: Gute Noten bekommen die Mitarbeiter, die, bestens erkennbar in einheitlicher Kleidung, präsent und freundlich sind. Dabei legen die Mädchen besonderen Wert auf die Sicherheit, also darauf, dass die Mitarbeiter die Becken und damit die Besucher stets im Blick habe. Note: 2.
- Gastronomie: Prima finden die Testerinnen, dass es eine Terrasse, teils überdacht, gibt und eine ganze Reihe Sitzgelegenheiten. Auch die Preise finden sie in Ordnung. 5,50 Euro für Pommes mit Ketchup, eine große Packung Kekse und ein Eisgetränk, das sei noch in ihrem Budget, meinen sie. Das gelte auch für den Eintritt von 1,80 Euro für bis 13-Jährige, und mit der Mehrfachkarte wird es günstiger. Note: 2.
Artikel vom 14.05.2011
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