Zwei Welten | GA-Bonn

Zwei Welten

bad godesberg.  Probleme der Jugendlichen in Bad Godesberg. Artikel eines Schülers der Otto-Kühne-Schule, Klasse 8c.

Leben auf der Koblenzer Straße in Bad Godesberg. Foto: Bernd Linnarz

"Die Jungs machen sich das zu einfach und schaden uns damit, weil die Deutschen dann denken, dass alle Migranten kriminell sind", sagt Wasim, ein Interviewpartner des Fernsehsenders RTL. Das sogenannte Bad-Godesberg- Phänomen sorgte in der Vergangenheit für große Unruhe. Seit der Ausstrahlung der Reportagen verschärfte sich das Geschehen.

Auf Godesbergs bekanntester Straße, der Koblenzer Straße, treffen zwei Welten aufeinander. Deutsche Jugendliche, die zum Bus gehen und Migranten, die einfach nur "chillen", so ist der Eindruck.

Tarik El-Rafaey, ein Bad Godesberger Jugendlicher, sagt: "Ich fühle mich als Ausländer hier wohl. Die Deutschen behandeln mich wie einen Deutschen. Ich kriege zwar auch mit, dass es diese Probleme gibt. Aber mir scheint, es wird auch ganz schön gepusht. Wenn beide Seiten ein Stück aufeinander zugehen würden, würde so etwas wie im Jahr 2007 nicht passieren."

Damals gab es eine Auseinandersetzung zwischen Privatschülern des Aloisius-Kollegs und jungen Migranten im Kurpark. Die Migranten stürmten die Veranstaltung und nahmen den Wohlhabenden Handys und Geld ab.

Ob es vorher zu Provokationen kam, ist nicht bekannt. Genau da liegt das Problem, sagen viele Migranten: "Die anderen meinen, sie sind was Besseres und gucken auf uns herab, doch sobald wir uns wehren, wird für Aufruhr gesorgt. Das muss sich ändern, sonst wird es nie besser in Bad Godesberg".

Otto-Kühne-Schule, Klasse 8c

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