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Bewegung mit Kodex
Von Nicolas Henninger
Bonn. Aktion "Atomkraft? Nein Danke!". Artikel eines Schülers des Bonner Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, Klasse 8d.
Atomkraftgegner blockieren den Castor-Transport. Foto: dpa
Die Atomkraftgegner gibt es seit rund 40 Jahren. Sie versuchen mit öffentlichen Protesten und Aktionen die wirtschaftliche und militärische Nutzung der Atomenergie zu verhindern. Erste organisierte Proteste gibt es seit 1970. Damals richteten sich die Proteste vor allem gegen geplante Kernkraftwerke in Breisach, Esenshamm, Neckarwestheim und Bonn.
Seit 1990 gibt es hauptsächlich Proteste gegen die Castortransporte, Wiederaufbereitungsanlagen und Endlager für die radioaktiven Brennstäbe. Es gibt verschiedene Protestformen der Bewegung. Ihr Kodex lautet, dass durch die Protestaktionen keine Menschen zu Schaden kommen und keine großen Umweltschäden entstehen dürfen. Die bekannteste Protestaktion ist die Demonstration. Eine anderer Protest ist der Stromwechsel.
Dabei wechseln alle Atomkraftgegner zu Stromanbietern, die keinen Strom aus Kernkraftwerken verkaufen, sondern nur aus Solar-/Wind- oder Erdgasenergie. Eine weitere mögliche Protestaktion sind die Blockaden. Entweder werden ganze Atomanlagen durch mehrere tausend Menschen blockiert oder Atomtransporte (z. B. die Castortransporte) werden durch Sitzblockaden oder durch umgeworfene Bäume blockiert.
Dann gibt es noch die umstrittene Sabotage. Dabei werden entweder Gleis- oder die Signalanlagen der Bahn beschädigt, oder die Oberleitungen werden durch sogenannte Hakenkrallen sabotiert, um die Castortransporte zu verhindern. Der erste Slogan der Atomkraftwerkgegner war "Kein AKW in X und anderswo". Das bekannteste Logo ist die lachende Sonne mit dem Slogan "Atomkraft? Nein Danke", das inzwischen weltbekannt ist.
Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, Klasse 8d
Artikel vom 05.03.2012
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