Bei Mobbing nicht wegschauen | GA-Bonn

Bei Mobbing nicht wegschauen

linz.  Jeder kann plötzlich Opfer werden und braucht dann dringend Hilfe. Artikel von Schülerinnen des Martinus-Gymnasium-Gymnasiums, Linz, Klasse 9a.

Mobbing kann sich durch Handgreiflichkeiten äußern, oft werden Schüler aber auch nur verbal von anderen fertig gemacht. Foto: dpa

Es gibt immer wieder Berichte über grausame Vorfälle von Mobbing. Schlimm ist, wenn man erfährt, dass sich Mädchen und Jungen wegen Mobbing in der eigenen Schule das Leben nehmen. Jeder kann zu jeder Zeit zum Opfer werden. Auch, wenn es nur ein dummer Spruch des Klassenkameraden ist oder jemand lacht, weil man was Falsches gesagt hat.

Jeder kennt die Situation, wenn man ausgelacht und angestarrt wird, weil man ein "falsches" Kleidungsstück trägt. Genauso kennt jeder die Situation, dass man manchmal Lachen muss, weil jemandem etwas Blödes passiert. So kann es anfangen. Das heißt, man steckt beim Mobbing in der Täter- und in der Opferrolle.

Für Außenstehende ist Mobbing ein Spaß, den sich Jugendliche erlauben, die nicht wissen, was in dem Moment in deren Gegenüber vorgeht. Es scheint nur ein "lustiger Angriff" zu sein. Doch für den Betroffenen ist es eine Qual, die nicht nur am Selbstbewusstsein kratzt und einen starken Druck auf das Opfer ausübt.

Damit dieser Druck erst gar nicht entsteht, sollten wir als Mitschüler Zivilcourage zeigen und eingreifen oder nach Helfern schauen, sobald wir Zeuge von Mobbing werden. Mobbingsituationen gibt es überall. Es ist schrecklich, wenn Leute einfach darüber hinwegsehen. Oft sind sie nicht mutig genug, sich gegen die Täter zu stellen. Es würde auch schon helfen, mit dem Betroffenen zu reden, zu zeigen, dass er nicht alleine ist und, dass es völlig in Ordnung ist, Hilfe einzufordern.

Martinus-Gymnasium-Gymnasium, Linz, Klasse 9a

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