Weihnachten in Bonn

Einzel- und Lebensmittelhändler haben sich gut mit Waren gerüstet

BONN.  Weihnachtszeit gleich besinnliche Zeit? So leicht lassen sich die Tage kurz vor dem Fest für den Einzel- und Lebensmittelhandel nicht beschreiben. Gerade jetzt herrscht ordentlich Remmidemmi in den Lagern sowie vor und hinter der Ladentheke.
Bild 1 von 2
Gut gekühlt in Styroporkisten liefert Stephan Stuch Nachschub für sein Fischfachgeschäft.
											Foto: Ariane Fries

Gut gekühlt in Styroporkisten liefert Stephan Stuch Nachschub für sein Fischfachgeschäft. Foto: Ariane Fries

Stephan Stuch, Inhaber Fischfachgeschäft Stuch, räuchert derzeit massig Fisch. "Die Räucherkammer steht in den nächsten Tagen nicht still", ist sich der Fischexperte sicher. Auch noch eine Reise nach Bremerhaven steht in dem vollen Terminkalender des Händlers, um noch Fisch zu kaufen.

Der Fisch für Heiligabend kommt am Sonntag an. "Für Montag haben wir etwa 1200 Vorbestellungen", berichtet Stuch. "Die letzten zwei Tage arbeiten wir durch, um alles zur Zufriedenheit unserer Kunden zu bewerkstelligen." Viele Kunden kaufen ihren Fisch am liebsten erst am 24. Dezember, damit er besonders frisch ist.

Aber laut Stuch sei das nicht unbedingt nötig. "Bei guter Qualität und professioneller Zubereitung kann der Fisch auch ruhig schon am Samstag eingekauft werden", weiß Stuch. Vorbestellungen seien allerdings nicht mehr möglich. Aber das Sortiment sei so groß, dass mit Sicherheit auch spontane Kundenwünsche erfüllt werden können.

Auch Metzger Ludger Schmitz ist sich sicher, dass er auch ohne Vorbestellung noch diverse Kundenwünsche spontan erfüllen kann. "Wir können viel frische Ware anbieten, da wir auch nachträglich noch das Fleisch konservieren können. So ist es uns möglich, mehr zu bestellen", erklärt Schmitz. "In der Weihnachtszeit geht das Vierfache über die Theke." Einige Kunden sehe er das ganze Jahr nicht, aber pünktlich zu Weihnachten kommen sie für den besonderen Gaumenschmaus. Sein Ladenlokal in Endenich wird vermutlich ab heute rappelvoll sein.

An Heiligabend verlagert er sogar sein Geschäft teilweise in den Innenhof. "Wir haben 300 bis 400 Vorbestellungen für Montag. Die Bestellausgabe machen wir dann im Innenhof", plant Schmitz den Montagvormittag. Einzelne Stücke Fleisch, wie etwa "nur" eine Gänsebrust oder auch nur Schenkel, sind dann nicht mehr zu bekommen. Die Bestellfrist dafür sei allerdings auch schon am vergangenen Samstag (15. Dezember) abgelaufen. Auch die Reserven seien schon erschöpft. "Eine frische und ganze Gans aus Deutschland wird aber kein Problem sein", berichtet Schmitz. Auf Hochtouren läuft auch das Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt ab.

"Wir erwirtschaften ab Mitte November bis Ende Dezember ein Fünftel des Jahresumsatzes in unserer Filiale", weiß Angelika Finkernagel, Geschäftsführerin Galeria Kaufhof. "In diesem Jahr haben wir so viele Vorbestellungen wie noch nie. Das liegt vermutlich daran, dass Heiligabend auf den Montag fällt." Bis zum Ladenschluss am Montag würden Finkernagel und ihre Mitarbeiter versuchen, jeden Wunsch ihrer Kunden zu erfüllen. "Ansonsten haben wir aber auch noch jede Menge Alternativen parat", sagt Finkernagel beruhigend.

Obwohl mehr Personal eingesetzt werde, sollten sich Kunden dennoch auf Warteschlangen an den Kassen einstellen. Kunden, die flexibel sind, sollten vor dem Fest entweder die Ladenöffnungszeiten zwischen 9.30 Uhr und 12 Uhr sowie die Abendstunden zwischen 19 und 21 Uhr nutzen. "Zu diesen Zeiten ist normalerweise noch entspanntes Shoppen möglich", versichert Finkernagel.

"Wir tappen noch ein wenig im Dunkeln, wie das Weihnachtsgeschäft bei uns laufen wird", erklärt Kirsten Mohr, Geschäftsführerin Edeka Mohr. "Schließlich haben wir unsere Filiale an der Bornheimer Straße erst seit März diesen Jahres geöffnet." Erfahrungsgemäß seien vor allem die frischen Artikel stärker frequentiert. Mohr vermutet, dass das Weihnachtsgeschäft etwa 20 bis 25 Prozent mehr Umsatz ausmachen werde.

Um den Kundenansturm zu bewältigen, setzt Mohr mehr Personal ein und weitet die Öffnungszeiten aus. Samstagabend hat der Markt deswegen bis 24 Uhr auf. "Derzeit sind noch Vorbestellungen für Fleisch, Wurst, Käse, Obst und Gemüse möglich. Allerdings sind im Fleischbereich manche Vorbestellungen nur noch unter Vorbehalt möglich, da eigentlich am vergangenen Samstag die Frist für Vorbestellungen von Spezialgeflügel und diversen Wildsorten schon ausgelaufen ist", sagt Mohr. Als Geschenktipp rät sie zu einem Geschenkkorb. Der würde derzeit sehr gut gehen.

Abo-Bestellung
News, Informationen und Service aus der Bundestadt Bonn
Folgen Sie uns auf Google+

Meistgelesen