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Südüberbauung in Bonn
Einigung über Vertrag
Von Lisa Inhoffen
BONN. Die Südüberbauung, das seit Jahren geplante Bauprojekt vor dem Hauptbahnhof in Bonn, steht vor seinem Abschluss: Das meldete am Montag die schwarz-grüne Ratsmehrheit.
Ungeliebter Klotz: die Südüberbauung. Foto: Barbara Frommann
Ende vergangener Woche seien in einem Gespräch zwischen Investor und Stadtverwaltung die noch offenen Fragen geklärt worden, freuen sich CDU-Fraktionsgeschäftsführer Georg Fenninger und Hartwig Lohmeyer, planungspolitischer Sprecher der Grünen.
"Der Vertrag zur Südüberbauung ist nun unterschriftsreif und kann beurkundet werden. Ich freue mich außerordentlich, dass sowohl Verwaltung als auch Investor den entscheidenden letzten Schritt gemacht haben", sagte Fenninger.
Für Lohmeyer sind damit "die Tage der ungeliebten Südüberbauung gezählt. Jetzt ist der Weg frei für den Abriss", sagte er. Mit der Planung von Roger Sevenheck, Chef der German Development Group, das neue Geschäftshaus unter anderem 25 Meter vom Hauptbahnhof zurückzusetzen, werde eine zentrale Forderung der Bürgerwerkstatt erfüllt. Der Neubau werde sicher nicht den Geschmack aller treffen, aber zweifellos eine deutliche Verbesserung an der Stelle bringen.
Vor allem aber werde die Möglichkeit geschaffen, das Bonner Loch durch einen kleinen Platz zu ersetzen, vor dem Bahnhof breitere Bürgersteige und Radwege anzulegen und den Zentralen Omibusbahnhof (ZOB) mit dem gewonnenen Raum nutzerfreundlicher neu zu gestalten.
Ob sich CDU und Grüne da nicht zu früh freuen? Eine schriftliche Stellungnahme der Stadtverwaltung zur Meinung von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch klingt jedenfalls verhalten: "Der Text des Vertrages ist endabgestimmt und entspricht dem Ratsbeschluss. Der OB hat nichts gegen eine einseitige Beurkundung durch den Investor. Eine Zustimmung des OB wird es erst geben, wenn ein belastbarer Eigenkapitalnachweis vorliegt", heißt es dazu in einer kurzen Mittelung aus dem Presseamt.
Zwar hat die Bank des Investors, die HSH Nordbank in Hamburg, der Stadt jüngst mitgeteilt, dass sie weiterhin bereit ist, für das Südüberbauung-Projekt dem Investor einen Kredit in Höhe von 66 Millionen Euro zu bewilligen. Bedingung ist indes, dass Sevenheck ein Eigenkapital von 14 Millionen Euro nachweist. Wie und wann das erfolgen soll, ist derzeit nicht klar. Der Investor war am Montag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Artikel vom 17.07.2012
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