Bonner Straßenstrich

Ultimatum aus Köln - Bezirksregierung macht Druck

BONN.  Beim Thema Straßenprostitution lässt die Bezirksregierung Köln nicht locker und setzt der Stadt jetzt sogar ein Ultimatum: Mit dem Straßenstrich Am Propsthof/Gerhard-Domagk-Straße soll zum 1. Oktober endgültig Schluss sein - selbst wenn die Stadt bis dahin keine Lösung wie einen anderen Standort oder konkrete Pläne für ein Verrichtungsgelände präsentieren kann. Das teilte die Bezirksregierung in einer Pressemitteilung mit.
In der Öffentlichkeit: Wie auf diesem Foto gehen die Prostituierten auch in Bonn auf der Straße ihrem Gewerbe nach.
								Foto: dpa
In der Öffentlichkeit: Wie auf diesem Foto gehen die Prostituierten auch in Bonn auf der Straße ihrem Gewerbe nach. Foto: dpa

Verärgert sei die Behörde gewesen, erfuhr der GA, weil Bonns Stadtdirektor Volker Kregel nicht die ganze Wahrheit den Ratsfraktionen mitgeteilt hat. Diese hatte vorige Woche in einem Brief von Kregel erfahren, dass die Stadt weiter eine alternative Lösung suche und parallel dazu die Einhaltung der derzeitigen Regelung - Straßenprostitution nur von 20 bis 6 Uhr Am Propsthof und in der Domagk-Straße - streng überwache. Das Ultimatum hatte Kregel in dem Schreiben aber nicht erwähnt. Auf GA-Anfrage wollte er sich am Freitag auch nicht weiter dazu äußern.

Proteste gibt es mittlerweile nicht nur von Anliegern des Propsthofes und der Domagk-Straße. Auch Anwohner Auf dem Hügel klagen darüber, dass "seit Wochen nachts" Prostituierte und Freier dort und in der Verweyenstraße zugange seien - "auch auf privatem Gelände", sagte am Freitag eine Leserin dem GA.

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