Nachrichten aus Bonn | GA-Bonn

In der Schuldenfall, Teil 12

Gesucht: Lobbyisten für gesunde Finanzen

BONN. Was sind die Grundbedürfnisse eines Bürgers? Sicherheit auf der Straße und auf dem Konto, gute Luft, nächtliche Ruhe und um die Ecke Einkaufsmöglichkeit, Kita, Grundschule und eine Haltestelle von Bus oder Bahn. Vielleicht. Was sind die Grundbedürfnisse von Kommunalpolitikern? Kein Nothaushalt, gutes Stadtimage, zufriedene Bürger, gute Wiederwahl-Aussichten, ausreichend Steuer-Einnahmen für "Gestaltungsmöglichkeiten". Vielleicht. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 11

Kürzungen gehen an die Existenz freier Kultur-Einrichtungen

BONN. Mit rund 2,2 Millionen Euro fördert die Stadt Bonn jährlich die sogenannte freie Kultur. Laut Haushaltsplan wurden 2011 genau 2.140.343 ausbezahlt, also 83.457 Euro weniger als ursprünglich angesetzt. "Der Haushaltsplan legt ja lediglich die Deckelung einer Förderung fest. Was ich tatsächlich ausbezahle, hängt von der Prüfung im Einzelfall ab", sagt Kulturamtschef Hans-Jakob Heuser. mehr...

Bonner Sportclubs

Löchrige Dächer, wachsende Geldnot

BONN. Sportclubs mit vereinseigenen Anlagen beklagen Wegfall der Zuschüsse und Bescheide über Niederschlagsabwassergebühren. Es ist knapp ein Jahr her. Am 1. Dezember 2011 erhielten die Bonner Clubs mit vereinseigenen Anlagen von der Stadt mitgeteilt, dass die Zuschüsse für das laufende Jahr und auch künftig nicht mehr gezahlt würden. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 10

Bonns Sportvereine im Abseits

BONN. Der klassische Vereinsmeier denkt noch nicht mal bis zum Kirchturm, sondern maximal bis zu seinem Vereinsheim und maximal zu dem des Konkurrenten - und ist "unpolitisch". Vorurteile gibt es viele. Wer die Initiative Pro Sportstadt Bonn (PSB) besucht, wird jedoch mit Begriffen wie "Legitimationsdefizit", "Integration" oder "Landesverfassung" begrüßt. Die PSB, anfangs eine lose Zusammenkunft kritischer Geister, ist überzeugt, dass in Bonn "etwas gründlich schief läuft" - etwa bei der Verteilung öffentlicher Gelder. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 9

"Die Einschläge kommen näher"

BONN. Immer wieder gibt es Überlegungen, die Kammerspiele Bad Godesberg zu schließen. Mögliches Einsparpotenzial: 1,8 Millionen Euro. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 9

Zwischen Angriff und Widerstand

BONN. In Duisburg wurde die Oper mit 63.000 Unterschriften gerettet, in Bonn wollen die Piraten sie per Bürgerbegehren abschaffen. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 8

Die Personalkosten steigen immer weiter

BONN. Wenn die Wirtschaft kriselt, zittern die Beschäftigten. Ob Industriekonzern, Großbank oder Versicherung: Sobald die Gewinne einbrechen, stehen Arbeitsplätze zur Disposition, um Kosten zu senken. Auch bei den Kommunen, die wie Bonn immer tiefer im Schuldensumpf versinken, wächst der Druck auf die Personalausgaben. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 8

Für Beamtenpensionen wird kein Cent zurückgelegt

Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst machen die Spareffekte schnell wieder zunichte. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 8

Personalratsvorsitzender Busch: "Den Politikern fehlt der Mut"

Vier Fragen an Christoph Busch, den Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 7

Und wo bitte geht's zur schuldenfreien Stadt?

BONN. Während Bonner Verwaltung und Politik mit Ach und Krach versuchen, ein Haushaltssicherungskonzept zu vermeiden, ist die Stadt gleichzeitig von großen Risiken umgeben, auch auf der Einnahmeseite. mehr...

Bonn in den Medien

"Wo finden Sie diese Mischung aus Beschaulichkeit und Bedeutung?"

Zahlreiche Nicht-Bonner haben Bonn beschrieben - teils bewundernd, teils kritisch. Pressestimmen von 1999 bis 2011. "Den Regierungsumzug haben die Rheinländer blendend verkraftet" mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 6

Bonns Hauptstadt-Erbe oder der lange Schatten des 20. Juni 1991

BONN. Für die schlechte Haushaltslage der Stadt gibt es viele Gründe: Von den Regierungserklärungen Willy Brandts und Helmut Kohls bis zum fehlenden Ehrgeiz der Kommunalpolitik, sich auf eine Zeit ohne Hauptstadt-Zuschüsse vorzubereiten. mehr...

In der Schuldenfalle, Teil 5

Die Tricks der Zahlen-Partisanen

BONN. Den eigenen Schatten sieht man nur, wenn man der Sonne den Rücken zudreht. Beim kommunalen Schuldenmachen ist es seit Jahrzehnten umgekehrt: Wenn die Rathäuser gegenüber Bürgern, Medien und Stadtrat Rechenschaft über die eigene Kasse ablegten, blickten sie stets in die Sonne - und die Zuhörer mit. mehr...

Analyse kommunaler Finanzen

"Flucht aus dem Budget"

BONN. Wenn der Kämmerer einer Gemeinde oder Stadt wieder einmal die Kassenlage in tiefroten Farben an die Wand malt und Bürger und Politiker erschreckt, ist das oft weniger als die halbe Wahrheit. mehr...

In der Schuldenfalle - Teil 4

Stadtkämmerer zittern vor Basel III

BONN. Da staunte der Kassenwart von Ochtrup: Die WL-Bank in Münster, die dem Genossenschafts- und Raiffeisenverband angehört, wollte ihm im vergangenen Jahr keinen Kredit mehr geben. 20.000 Ochtruper sind gerade einmal mit rund 1400 Euro pro Kopf verschuldet, in Bonn liegt dieser Wert rund drei, in Oberhausen sieben Mal höher. Trotzdem statuierte die WL-Bank an dem kleinen Städtchen im Münsterland ein Exempel. mehr...

Wer bestellt, der zahlt auch

Das süße Gift des Kassenkredits

BONN. Konnexitätsprinzip: Wer bestellt, der zahlt auch. Doch diese Regel müssen häufig erst Verfassungsrichter für die Kommunen durchsetzen mehr...

In der Schuldenfalle - Teil 3

NRW-Städte in der Abwärtsspirale

BONN. In Solingen wurde der Busnachtfahrplan vorgezogen. Auf 21.30 Uhr. Eine Sparmaßnahme. In Oberhausen wurden schon vor Jahren vier von sieben Schwimmbädern dichtgemacht. Sparen, sparen, sparen. Nicht freiwillig, sondern weil der Düsselorfer Regierungspräsident in den verschuldeten und teilweise überschuldeten Städten des Ruhrgebiets den Stadtkämmerer ersetzte - zumindest bei den freiwilligen Ausgaben. mehr...

Das Konnexitätsprinzip

NRW zahlt nur 802 Euro pro Einwohner

BONN. Das Konnexitätsprinzip: Wer bestellt, der zahlt auch. Doch diese Regel müssen häufig erst Verfassungsrichter für die Kommunen durchsetzen. mehr...

In der Schuldenfalle - Teil 2

Patient Deutschland - Zeitbomben ticken in den Sozialsystemen

BONN. Ende Oktober Jubelstimmung: Deutschlands Steuerquellen sprudeln stärker als je zuvor und bescheren Bund, Ländern und Kommunen mit mehr als 600 Milliarden Euro eine Rekord-Einnahme. Trotzdem steigt die Neuverschuldung in 2012 um 32,1 Milliarden und in 2013 um 18,8 Milliarden weiter, unter anderem wegen der deutschen Zahlungen in den Euro-Rettungsfonds ESM. mehr...

OECD-Studie

Wie der Wohlfahrtsstaat die Schulden treibt

BONN. Im April 2006 veröffentlichte "Harper's Magazine", nach "Scientific American" die zweitälteste Zeitschrift der USA, ihre Titelgeschichte "Die 4,7-Trillionen-Dollar-Pyramide". Darin sagte Ökonom Michael Hudson von der US-Universität Missouri) für das Frühjahr 2007 etwas Ungeheuerliches voraus: das Platzen der Immobilienblase. Hudson war der einzige, der dies still prognostiziert hatte - und weitgehend unbeachtet. mehr...

Haushaltslexikon

Von Eigenkapital über Rücklage bis Nothaushalt

BONN. Seit vier Jahren muss die Stadt Bonn ihren Haushalt nach neuen Regeln aufstellen. Fachleute sagen: Doppik statt Kameralistik. Vereinfacht: Früher wurden einfach nur die Einnahmen den Ausgaben gegenübergestellt, während das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) auch den Ressourcenverbrauch abbildet. mehr...

Themen der Serie

Die GA-Serie „In der Schuldenfalle“ umfasst zwölf Folgen. Sie befasst sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

  • Patient Deutschland
  • NRW-Städte in der Abwärtsspirale
  • Finanz- und Bankenkrise:Warumfürchten Stadtkämmerer Basel III?
  • Bonn und sein Hauptstadterbe
  • Ein Tag in Bonn:Was kostet was?
  • Die Crux, ein Theater zu schließen
  • Bonns Sportlermucken auf
  • Pro und Contra zur Bonner Kultur
  • Schattenhaushalte
  • Was will der Bonner Bürger?
  • Kürzungen für freie Kultur-Einrichtungen
  • Lobbyisten für gesunde Finanzen
Bonns Schuldenuhr im Internet

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haushalt der Stadt Bonn 2013

Wie weit ist Bonn vom Nothaushalt entfernt?

Nach dem städtischen Haushaltsplan 2013/14 nur noch 869.627 Euro im Jahr 2013. Das klingt viel, ist aber wenig in einem Haushalt, der 1.000.000.000 Euro umfasst.

Da Bonn beim Eigenkapital-Verbrauch in 2012 die magische Fünf-Prozent-Grenze gleich um fast das Dreifache übersprang, muss die Stadt in 2013 eisern die NKF-Regeln einhalten.

Gleichzeitig sank das Eigenkapital von 1,50 Milliarden (2012) auf 1,29 Milliarden (2013). 5 Prozent des Eigenkapitals sind in 2013 nur noch ewa 64,8 Millionen Euro. Um mehr darf die Stadt sich in 2013 nicht neu verschulden. Geplant sind 63,9 Millionen.

Die Kassenkredite (städtischer Dispo) sind für 2013 mit rund 460 Millionen zu 1,25 Prozent Zinsen veranschlagt. Steigt dieser Zins nur um nur 0,25 Prozent, landet die Stadt Bonn im Nothaush

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