Nach dem Bombenfund in Bonn

Bahn will Sicherheitsvorkehrungen verschärfen

Berlin.  Nach dem gescheiterten Bombenanschlag auf den Bonner Hauptbahnhof will die Deutsche Bahn ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen.
Im Bonner Bahnhof hätte es zu einer Katastrophe kommen können. Foto: Marius Becker/Archiv
								Foto: DPA
Im Bonner Bahnhof hätte es zu einer Katastrophe kommen können. Foto: Marius Becker/Archiv Foto: DPA

Bahn-Chef Rüdiger Grube kündigte in der "Bild am Sonntag" an, im Februar zu einem Sicherheitsgipfel einzuladen: "Ziel sind gemeinsame neue Konzepte für mehr Sicherheit an den Bahnhöfen. Wir wollen mehr Videoaufzeichnungen und damit eine bessere Verfolgung von Straftaten auf Bahnhöfen."

An dem Gipfel sollen laut Grube Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, Ländervertreter, die Bundespolizei und Datenschützer teilnehmen. Es gehe auch darum, dass die Zusammenarbeit mit den Behörden "noch besser" werde.

Das offene Bahnsystem in Deutschland will Grube jedoch nicht grundsätzlich infrage stellen: "Wir können und wollen auch nicht vor jedes Gleis einen Zaun stellen." Der Bahn-Chef verwies in diesem Zusammenhang auf die gestiegene Sicherheit in den deutschen Bahnhöfen.

Nach den Worten Grubes werden seit dieser Woche auch im Bonner Hauptbahnhof die Videoaufnahmen aufgezeichnet, dies sei mit der Bundespolizei vereinbart worden. "Generell gilt, dass wir die Bahnhöfe mit Kameras bewachen. Aufzeichnungen muss die Bundespolizei beauftragen."

Weitere Informationen zum Bombenfund am Bonner Hauptbahnhof finden Sie im GA-Spezial.

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