Mobilität in der Stadt

e.Go präsentiert neues Elektroauto "Life" in Bonn

Eröffnen das Pop-up-Store von E.Go: NRW-Minister Andreas Pinkwart (2.v.r.), Reinhard Limbach (3.v.r.), Jean-Pierre Schneider (l.) und Inhaber Günther Schuh (3.v.l.).

Eröffnen das Pop-up-Store von E.Go: NRW-Minister Andreas Pinkwart (2.v.r.), Reinhard Limbach (3.v.r.), Jean-Pierre Schneider (l.) und Inhaber Günther Schuh (3.v.l.).

Bonn. NRW-Minister Andreas Pinkwart hat den Ausstellungsraum für das Elektroauto e.Go Life in der Bonner Innenstadt eröffnet. Die Forscher der RWTH Aachen hatten bereits das StreetScooter Projekt für DHL entwickelt.

„Agil wie ein Sportwagen und so praktisch wie ein Kompaktauto“ soll das neue e.Go Life sein. Außerdem, und das ist einer der Gründe, die Andreas Pinkwart am Samstag nach Bonn lockten, bezahlbar. Der NRW-Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie nahm an der Eröffnung des „Pop-up-Stores“ des Aachener Unternehmens, das ein Elektroauto für die City entwickelt hat, in der Innenstadt teil.

Elektroautos bezahlbar zu machen, ist die Idee hinter dem Fahrzeug, das an der Technischen Hochschule Aachen von Günther Schuh und anderen entwickelt wurde. Denn das sei wichtig, „um Breitenwirkung hinzubekommen“, sagte Schuh bei der Eröffnung. „Und die brauchen wie schnell in den Städten.“ Vor allem um etwas gegen Emissionen von Kohlendioxid, Feinstaub und Stickoxiden zu unternehmen. Die Forscher der RWTH hatten bereits das StreetScooter Projekt erfolgreich umgesetzt, daraus entstand die Idee zum e.Go Life mit Thermoplast-Karosserie von einem Kofferhersteller, für die man kein teures Presswerk und keine Lackierstraße benötigt. Dadurch bleiben alle Modelle unter 20 000 Euro, so die Hersteller. In der Fürstenstraße 1 kann man sich seit Samstag für sechs Monate über den Wagen informieren, dann wechselt das Geschäft wieder den Standort.

In Aachen ist das "Rheinland Valley"

Auch für Pinkwart ist wichtig, dass sich die Elektromobilität verbreitet. Deshalb fördere das Ministerium das Start-up-Projekt aus Aachen, das er in Anlehnung an Silicon Valley als „Rheinland Valley“ bezeichnete. Zudem wolle NRW „Gründerland Nummer eins werden in Deutschland“ und eine Führungsposition in der Elektromobilität ausbauen. Generell sei es ein Ziel, Klimaschutz und moderne Industrie zusammen zu bringen.

Bürgermeister Reinhard Limbach freute sich, dass Bonn als zweiter Standort nach Aachen für die Präsentation ausgewählt wurde. „Bonn ist die Stadt der Nachhaltigkeit“, sagte er. Die Stadt beschäftige sich schon länger mit der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und werde demnächst 25 weitere Ladestationen für Elektroautos in der Stadt installieren. Ein guter Anfang, aber Jean-Pierre Schneider, Chef des Bonner Caritas-Verbandes, wünschte sich noch mehr. Die Caritas hat drei E.Go Life testweise für seinen ambulanten Pflegedienst bestellt und will einen guten Teil der rund 100 Autos durch diese Elektrofahrzeuge ersetzen. Schneider lobte, dass die Fahrzeuge auf die Bedürfnisse der ambulanten Pflege zugeschnitten seien.

Viele Leute drängten sich im engen Showroom, unter ihnen auch Alwine und Günther Schneider, die extra aus Heidelberg gekommen waren. Sie hätten sich bereits einen e.Go Life bestellt, wollten sich aber das Auto schon mal anschauen. „Wir finden es toll, dass ein Unternehmen Arbeitsplätze schafft und etwas herstellt, das ökologisch ist.“ Und auch der Umstand, dass man verschiedene Elemente wie etwa die Batterie ohne Umstände einfach austauschen könne.