Out4Fame-Festival

Zwei Bonner bringen Hip-Hop nach Hünxe

Carlos Wind (links) und Mario da Costa stehen auf dem Festivalgelände in Hünxe.

BONN. Das Großprojekt trägt den Namen "Out4Fame-Festival", bietet auf rund 16 000 Quadratmetern Platz für rund 12 000 Besucher, die wiederum am Wochenende mehr als 60 Künstler auf zwei Bühnen erleben können. Auftreten wird am Flugplatz "Schwarze Heide" bei Bottrop die Créme de la Créme des deutschen und internationalen Hip-Hops.

Organisiert und durchgeführt wird es von den beiden Bonnern Mario da Costa und Carlos Wind, die das Festival seit Oktober in ihrem Buschdorfer Büro intensiv vorbereiten.

"Der Aufwand ist enorm, aber jetzt wo wir immer näher an das Event kommen und das Feedback so positiv ist, fühlt man sich bestätigt und ist stolz, so lange für das Event gearbeitet zu haben", erklärt Mario da Costa. Mit Carlos Wind organisiert der 36-Jährige normalerweise Tournee-Veranstaltungen von Hip-Hop- und Urban-Musikern. "Als Veranstalter und als Booking-Agentur sind wir europaweit aktiv und bekannt", so da Costa.

"Durch unsere Affinität zur Hip-Hop-Kultur sind wir zu unserem Business gekommen. In unserem Team haben wir Politikwissenschaftler, Linguisten, Restaurantfachmänner und Bürokauffrauen. Keiner von uns hat das Eventmanagement gelernt - es ist eher ein Learning-by-Doing-Prozess, der nun schon über 15 Jahre andauert", berichtet da Costa. "Wenn man so will, sind wir eine kleine, multikulturelle Familie, die sich für NRW kulturell engagiert und zeigt, dass man gemeinsam etwas schaffen kann."

Bei dem Event im Ruhrgebiet werden Hip-Hop-Größen wie Fard, Farid Bang & Kollegah, Kool Savas und auch Onyx auftreten. "Rund 80 Prozent des Line-Ups sind Künstler, mit denen wir bereits Tourneen oder Konzerte veranstaltet haben", sagt da Costa. Es ist zwar das erste große Festival, das die beiden Bonner organisieren, reichlich Erfahrung konnten sie aber bei der Rheinkultur sammeln. "Wir sind die Initiatoren der Hip-Hop-Bühne auf der legendären Rheinkultur - 1999 haben wir damit angefangen. Nach dem traurigen Ende des Festivals haben wir nach einem geeigneten Ort und einer passenden Infrastruktur für unser eigenes Festival gesucht", erklärt der 36-Jährige. In Bonn habe man sie nicht vorfinden können, so dass sie sich gegen die Bundesstadt als Veranstaltungsort entschieden haben. "Wir würden aber gerne in Bonn wieder mal etwas Großes im urbanen Bereich veranstalten. Wenn wir von der richtigen Stelle die nötige Unterstützung bekommen, sind wir sehr gerne dabei", verspricht er.

Im Hinblick auf das zukünftige Bonner Open-Air-Festival "Rockaue" wünschen die beiden Festival-Veranstaltern den Initiatoren, die sie zu ihren Freunden und Unterstützern zählen, alles Gute. "Dennoch", so da Costa, "wären wir glücklicher gewesen, wenn die Stadt der Rheinkultur mehr Respekt gezollt hätte."

Das Festival findet Samstag und Sonntag, 8. Juni, am Flugplatz "Schwarze Heide" in der Stadt Hünxe bei Bottrop statt. Auf zwei Bühnen treten mehr als 60 Stars aus der Hip-Hop-Szene auf. Karten von 60 bis 90 Euro (plus Gebühr) gibt es in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen.