Feiern bis tief in die Nacht

Zum 35. Mal jährt sich das Poppelsdorfer Straßenfest

Die Organisatoren Salah Cheko (v.l.), Rüdiger Schütz und Adrian Brühl freuen sich auf ein fabelhaftes Straßenfest.

Die Organisatoren Salah Cheko (v.l.), Rüdiger Schütz und Adrian Brühl freuen sich auf ein fabelhaftes Straßenfest.

Poppelsdorf. Vor 34 Jahren feierte das Straßenfest in Poppelsdorf Premiere. Jetzt, beim 35. Straßenfest, am Samstag, 16. September, ist die Luft nicht raus. Im Gegenteil. Es soll noch schöner werden als alle zuvor.

Die Idee zum Poppelsdorfer Straßenfest hatte vor 34 Jahren der damalige Vorsitzende des Ortsbunds, Peter Weingartz. In diese Zeit fiel die Sanierung der Clemens-August-Straße – im Stadtteil war einiges im Umbruch. Die Initiative des Ortsbunds sollte das Wir-Gefühl stärken.

50 Teilnehmer haben sich nun zum 35. Straßenfest angemeldet. Das ist ein Rekord. Stände, Gastronomie und Geschäfte haben ab 11 Uhr geöffnet. Und das Fest geht bis weit in die Nacht: „Musik auf den Bühnen gibt es bis 24 Uhr, die Stände haben sogar bis ein Uhr geöffnet“, sagt Rüdiger Schütz vom Ortsbund-Vorstand. Die Clemens-August-Straße wird zur Partymeile. Auf zwei Bühnen gibt es Musik und Unterhaltung für die ganze Familie.

Dass alles reibungslos klappt, dafür investiert auch der Ortsbund-Vorstand viele ehrenamtliche Stunden an Freizeit. „Aber wir wissen ja, wofür wir es tun“, sagt der Vorsitzende Adrian Brühl. Dass wieder Tausende Besucher erwartet werden können, ist fast Selbstverständlichkeit. Die sympathische und lebensfrohe Atmosphäre des Straßenfestes gewinnt immer neue Fans. Nicht weniger wichtig ist, dass die Vereinskasse wieder aufgefüllt wird. Der Ortsbund, der seit vergangenem Jahr eingetragener Verein ist, finanziert übers Jahr zahlreiche Veranstaltungen in Poppelsdorf wie Martinszug, Kranzniederlegung und Adventsansingen.

Für Irritationen sorgte im Vorfeld eine Falschinformation in den sozialen Medien, dass ein Straßenfest für dieses Jahr nicht feststünde. Salah Cheko vom Ortsbund-Vorstand kann sich das nicht erklären. „Das Fest ausfallen zu lassen, stand nie zur Debatte.“ Um auf den Termin aufmerksam zumachen, sei intensive Mund-zu-Mund-Propaganda notwendig gewesen. Außerdem habe der Verein aus der Kritik im vergangenen Jahr gelernt. Damals sorgten höhere Stand- und erstmals eingeführte Müllgebühren für Unmut. „Das ist neugeregelt“, erläutert Schütz. Danach zahlen teilnehmende Vereine, die keinen Müll produzieren nichts. Geschäftsleute und Gastronomen werden zur Kasse gebeten. „Je nach Frontlänge des Standes zahlen Einzelhändler ab 120 Euro, Gastronomen ab 350 Euro. Die Müllgebühren werden auf alle Geschäftsleute umgelegt“, so Schütz.

Eine andere Sache, die im vergangenen Jahr für Ärger sorgte, waren sogenannte Trittbrettfahrer, die mitmachen, aber nicht zahlen. Um das zu verhindern, hat der Verein bei der Stadt für den Tag den Widerruf der Sondernutzungserlaubnis beantragt. Die brauchen Gastronomen und Händler grundsätzlich, wenn sie das ganze Jahr über vor ihrem Laden Tische und Stühle aufstellen wollen. Ohne diese Sondernutzungserlaubnis läuft alles nach den Spielregeln des Ortsbundes: Nur wer Standgebühr zahlt, darf mitmachen.