Eine Horde Fans und Betrunkene

Zugbegleiterin wollte in Bonn nicht mehr weiterfahren

Ein Regionalzug der Deutschen Bahn: Der Konzern will sich bei Ausschreibungen Regionalverkehre zurückholen.

Fußballfans und Betrunkene - Das war der Zugbegleiterin einer Regionalbahn zu viel. (Symbolbild)

19.08.2017 Bonn. 400 Fußball-Fans aus Kaiserslautern, darunter 90 Risiko-Fans, feucht-fröhliche Junggesellenabschiede, nicht mehr ganz nüchterne Fahrgäste, die in die Stadt wollten - das war einer Zugbegleiterin der Deutschen Bahn am Samstag in Bonn einfach zu viel.

Nach Polizeiangaben weigerte sie sich schließlich weiterzufahren: „In Bonn hat sie den Zug angehalten und gesagt, ich fahre nicht mehr weiter“, sagte eine Polizeisprecherin.

Erst nach der Zusage, dass am Kölner Hauptbahnhof Landes- und Bundespolizisten zusteigen würden, fuhr sie den Angaben nach weiter. Die Regionalbahn kam mit 35 Minuten Verspätung in Düsseldorf an.

Die Fans, die zum Zweitligaspiel Düsseldorf gegen Kaiserslautern zogen, hinterließen nach Angaben der Polizei leere Bierdosen und anderen Müll. Ansonsten gab es keinen Grund zur Klage: „Durch die eingesetzten Kräfte konnten keine Straftaten und auch keine Sachbeschädigungen festgestellt werden“, sagte die Polizeisprecherin. (dpa/ga)