Teilöffnung der Gartenanlage

Zugang zum Park der Villa Hammerschmidt gefordert

Beim Tag der offenen Tür in der Villa Hammerschmidt im Juni standen die Besucher im Park Schlange, um den Bonner Dienstsitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu besichtigen.

Beim Tag der offenen Tür in der Villa Hammerschmidt im Juni standen die Besucher im Park Schlange, um den Bonner Dienstsitz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu besichtigen.

Bonn. Die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund fordert freien Zugang zur Gartenanlage der Villa Hammerschmidt. Oberbürgermeister Ashok Sridharan soll das Thema beim Bund ins Gespräch bringen.

Die Eigentümergemeinschaft Haus & Grund setzt sich für eine Teilöffnung des Parks der Villa Hammerschmidt zwischen dem Bonner Dienstsitz des Bundespräsidenten und dem ehemaligen Kanzleramt ein. Schließlich sei der Park öffentliches Eigentum.

Um die Öffnung für die Allgemeinheit zu erreichen, schlägt Vereinsvorsitzender Dirk Vianden in einem Schreiben an Oberbürgermeister Ashok Sridharan vor, dieses Thema in die laufenden Gespräche mit dem Bund zum künftigen Bonn-Vertrag aufzunehmen. Den Vorstoß hatte Vianden im Interview angekündigt, das der GA am Montag vergangener Woche veröffentlicht hat.

„Es geht um die Teilöffnung eines gärtnerischen Juwels, von dem die Öffentlichkeit bisher mit wenigen Ausnahmen ausgeschlossen ist“, schreibt Vianden dem OB. Die Anlagen um die Villa Hammerschmidt und das Palais Schaumburg seien „leider ein Park hinter Gittern“. Das Schreiben hat Vianden auch an Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster sowie die Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD), Norbert Röttgen und Elisabeth Winkelmeier-Becker (beide CDU) geschickt und die Mandatsträger um Unterstützung gebeten.

Auslöser für den Vorstoß war ein Konvent, zu dem der Vorstand und Beirat von Haus & Grund vor zwei Monaten auch die Architekten Laura Schommer-Wolstein und deren Vater Karl-Heinz Schommer zu Gast hatten. Dort hatten die Architekten ihre Idee zur Parköffnung vorgestellt.

Für Haus & Grund wäre eine Teilöffnung des Parks durchaus auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten möglich, etwa wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich in Bonn aufhalte. „20 Jahre nach dem Umzug von Bundestag, Bundesrat und Teilen der Bundesregierung nach Berlin ist die Zeit gekommen, über seine Funktion in unserer Stadt, seine politische, historische, aber auch klimatologische Bedeutung nachzudenken“, so Vianden.⋌