Zur Restaurierung nach Kommern

Zollkanone schwebt über dem Rhein

Die französischen Kanonen werden zur Restaurierung nach Kommern gebracht.

Bonn. Gesichert und entladen: Am langen Arm eines Krans schwebten am Donnerstag am Alten Zoll die beiden alten französischen Kanonen. Sie wurden auf einen Laster verladen und ins Freilichtmuseum nach Kommern transportieren.

Dort wird sie Stellmacher Walter Keil fachgerecht restaurieren. Seit 1871 stehen die beiden vier Tonnen schweren Geschütze, die Kaiser Wilhelm I. der Stadt geschenkt hatte und aus denen wohl nie ein Schuss abgefeuert wurde, auf der barocken Festungsanlage.

Seit der letzte Restaurierung vor 33 Jahre haben die Witterung und viele Kinderfüße der Lafette und den vor 141 Jahren in Metz gegossenen Kanonen zugesetzt. Gut ein Jahr lang soll es dauern, bis das marode Holzgestell, die Räder und Speichen erneuert sind.

Zudem werden Rohre wieder verplombt, damit niemand die historischen Waffen als Mülleimer missbraucht. Knapp 16.000 Euro kostet die Restaurierung, die zum größten Teil in Handarbeit erfolgt.