Sprengung des Bonn-Centers

Zaungäste werden es schwer haben

Am Sonntag um 11 Uhr sollen 250 Kilogramm Sprengstoff das Bonn-Center in die Knie zwingen.

Am Sonntag um 11 Uhr sollen 250 Kilogramm Sprengstoff das Bonn-Center in die Knie zwingen.

Bonn. Wegen der Sicherheitsabstände werden viele Zuschauer den Fall des Bonn-Centers kaum mitverfolgen können. In einem Umkreis von 200 Metern rund um das alte Hochhaus darf sich niemand im Freien aufhalten. Der General-Anzeiger überträgt die Sprengung live im Internet.

Vom vor Kurzem noch weiß strahlenden Bonn-Center ist nur noch ein hässlicher, löchriger Riese übriggeblieben. In den vergangenen Wochen haben die Arbeiter alle Stockwerke entkernt und die ausgehobene Baugrube davor mit Planen ausgelegt. Noch fünf Tage, dann wird Goliath zu Fall gebracht. Mit 250 Kilogramm Sprengstoff in 1500 Löchern. Das kurze Schauspiel, das der GA auch im Internet begleitet, geht am Sonntag, 19. März, um 11 Uhr über die Bühne. Zuschauer werden es allerdings schwer haben, einen Platz mit guter Sicht zu bekommen.

Das Problem ist die Sperrzone: In einem Umkreis von 200 Metern rund um das 48 Jahre alte Hochhaus darf sich niemand im Freien aufhalten. Häuser in der Umgebung machen es außerdem schwer, die Baustelle im Blick zu haben. So bot eine Firma an der Reuterstraße über Facebook 30 Plätze in ihren Büros an – Frühstück inklusive. Es dauerte nicht lange, da waren diese exklusiven Fensterplätze vergeben.

Karte der Sperrzone.

Karte der Sperrzone.

Die bietet auch das Marriott World Conference Hotel mit seinen 17 Etagen. Nur für die Sprengung sind, zur Überraschung des Personals, mehr als 30 Zimmer gebucht worden. Was bleibt, sind die Höhen des Venusbergs, wo an manchen Stellen die noch unbelaubten Bäume den Blick auf das Bonn-Center freigeben.

Zuschauer sollten mit Bus, Bahn oder zu Fuß kommen

Die Stadt Bonn weist daraufhin, dass keine gesonderten Plätze für Zuschauer ausgewiesen sind. Allerdings sei das Beobachten der Sprengung ist jedoch grundsätzlich außerhalb der 200-Meter-Sperrzone möglich. Da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen, appellieren Stadt und die beteiligten Unternehmen an die Besucher, mit dem ÖPNV oder zu Fuß zum Bonn-Center zu kommen und das Auto stehen zu lassen.

Beste Aussicht am Bildschirm

Auch wenn es vor Ort schwer werden wird, einen guten Blick auf die Sprengung des Bonn Centers zu erlangen, muss niemand auf die spektakulären Bilder verzichten.

Der General-Anzeiger berichtet am Sonntag auf www.ga-bonn.de von der Sprengung – mit einem Liveticker, Videos und vielen Fotos.