Theodor-Litt-Haus

Wohnheim an der Beethovenhalle komplett verhüllt

Am Erzberger Ufer: Hier wohnen Studenten hinter grauen Planen. Manche können ihre Fenster nicht mehr öffnen.

Bonn. Für die 74 Studenten, die im Theodor-Litt-Haus am Erzberger Ufer vis-à-vis der Beethovenhalle wohnen und schon seit Mai ein Gerüst vor den Fenstern haben, hat sich die Situation seitdem nicht verbessert. Jetzt ziert seit einigen Wochen sogar noch eine graue Plane das Haus. Und seitdem sei es in den Zimmern ziemlich dunkel, bemängeln Bewohner.

Wie berichtet, hatten sich bei einer Begutachtung schwerwiegendere Schäden an der Fassade herausgestellt. Und das Studentenwerk ist inzwischen so weit, dass die Ausschreibung für die Arbeiten erfolgt ist. "Wir gehen von einer Beauftragung noch vor Weihnachten aus", sagte Robert Anders, der Sprecher des Studentenwerks.

Die Arbeiten würden dann bis zu zehn Wochen dauern. Vor allem die Westseite (zur Stiftsschule hin) sei als Wetterseite stärker von den Schäden betroffen, an den anderen drei Seiten sollte die graue Plane samt der Gerüste schneller entfernt werden können. Für die Studenten trotzdem kein guter Zustand, es gibt bereits erste Mietminderungen.

"Wir haben hier unverputzte Küchenfenster, im Sommer ständig eine Ameisenplage, ständig geht irgendetwas kaputt und nun das", beschwert sich ein Student. "Durch die Gerüststreben können manche Bewohner ihre Zimmerfenster überhaupt nicht mehr richtig öffnen." Außerdem seien schon wiederholt ungebetene Besucher auf dem Gerüst vor den Zimmern aufgetaucht und hätten verscheucht werden müssen.

Was die Studenten als Witz empfanden: Nachdem es monatelang keine Information durch das Studentenwerk gegeben habe, setzte dieses ausgerechnet am Abend des 11.11. eine Informationsveranstaltung an. Sie fiel aus, weil niemand kam. Wie berichtet, hatte sich das Studentenwerk für das Stehenbleiben des Gerüsts entschieden, da der Ab- und abermalige Aufbau sehr viel teurer gewesen wäre als die Standmiete.