Achtes Friedrichstraßenfest

Wieder Tausende auf dem roten Teppich

"Quasi Samba": Die Fußgruppe ist ganz auf die Fußball-WM eingestellt. Die orangefarbenen T-Shirts sind allerdings purer Zufall.

BONN. Die ansässigen Händler, Gastronomen und Geschäftsleute in der Friedrichstraße haben in diesem Jahr zum achten Mal ein Straßenfest ausgerichtet. Immer am dritten Samstag im Juni wird der rote Teppich über die ganze Länge der Friedrichstraße ausgerollt.

Und noch eines war wie immer: Tausende nutzten die Chance, bis in den Abend hinein nutzten durch die Geschäfte zu Bummeln und bei Live-Musik in den Cafés zu sitzen.

Von 10 Uhr an standen die zahlreichen dekorierten Stände und Sitzmöglichkeiten für die Besucher zur Verfügung. "Wir haben über die Jahre schon viele Stammgäste bekommen, die sich jedes Jahr wieder sehr freuen", berichtete Karin Neuefeind am Rande des Straßenfests, das in jedem Jahr wieder Neues zu bieten hat. Die Inhaberin des "Schuh Schuh" gehört zusammen mit fünf anderen Geschäftsleuten zu den Organisatoren des Festkomitees.

Der Verein Immobilien-Standort-Gemeinschaft (ISG) Friedrichstraße organisiert auch die anderen Aktionen der Straße, so zum Beispiel die Weihnachtsbeleuchtung. "Mit den Vorbereitungen für das Straßenfest haben wir direkt nach dem Fest im letzten Jahr angefangen", berichtet Neuefeind. Und das sich der Aufwand gelohnt hat, zeigte sich auch der Andrang in diesem Jahr.

Einer der Renner: die Tombola. Silja Schneider vom "Steppenwolf" hatte die Organisation übernommen. "Die Preise sind Spenden aus den Geschäften hier. Wir haben von Büchern, über Kaffee bis hin zu einer Kamera alles unter den Preisen." Ihre Mutter, die ebenfalls am Tombola-Stand aushilft, ergänzte lachend: "Und das Bierfässchen für das WM-Spiel heute Abend haben wir auch schon unterm Tisch stehen!"

Die Erlöse finanzieren zum Teil die Kosten des Fests, wie den roten Teppich und das Honorar für die acht Bands, die im Laufe des Tages für gute Stimmung sorgten. Annette Höpfer von "Quasi Samba" freute sich mit den anderen 17 Mitgliedern der Band.

"Wir laufen mit unseren Trommeln gleich mal hier den Teppich entlang und machen Samba." Neben den Einnahmen der Tombola wird das Fest komplett aus den Mitgliederbeiträgen der ISG finanziert. "Das Feedback der Leute ist so positiv, dass wir uns immer wieder darauf freuen", meinte Neuefeind.

"Uns ist es wichtig, dass hier auch wirklich nur die ansässigen Geschäftsleute ausstellen und noch einige wenige aus der nahen Umgebung, damit das Flair der Straße richtig rüberkommt."