Erstes Löschfahrzeug auf dem Krankenhausgelände

Werkfeuerwehr der Uniklinik geht an den Start

Vor dem ersten Einsatzfahrzeug der Werkfeuerwehr: (v.l.) Raphael Baouab, Patrick Marhöfer, Jochen Stein, Alexander Pröbstl und Karl-Heinz Schäfer.

Vor dem ersten Einsatzfahrzeug der Werkfeuerwehr: (v.l.) Raphael Baouab, Patrick Marhöfer, Jochen Stein, Alexander Pröbstl und Karl-Heinz Schäfer.

VENUSBERG. Die Werkfeuerwehr auf dem Gelände der Uniklinik hat am Mittwoch ihren Dienst angetreten. Zunächst wird tagsüber ein Löschfahrzeug besetzt sein, teilte die Bezirksregierung Köln mit. Ab Oktober 2017 sollen neun hauptamtliche Einsatzkräfte mit zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter die Einsätze auf dem Klinikgelände übernehmen.

Bei größeren Ereignissen werden die anderen Feuerwachen der Bonner Feuerwehr auch weiterhin zur Verstärkung auf den Venusberg ausrücken, teilte das Presseamt der Stadt mit.

"Nach über einem Jahr gemeinsamer Planung freue ich mich auf den Beginn der Kooperation mit der Berufsfeuerwehr", sagte Alexander Pröbstl, Vorstandsmitglied der Uniklinik. Eine eigene Werkfeuerwehr auf dem Venusberg ermögliche in Notsituationen effektives und schnelles Handeln. Das bedeutet nicht nur mehr Sicherheit für die Beschäftigten, sondern auch mehr Sicherheit für die Patienten.

Die Bezirksregierung hatte die Uniklinik aufgefordert, eine Werkfeuerwehr einzurichten: Im Zusammenhang mit den Planungen des Erweiterungsbaus der Uniklinik, dem Bau des Zentrums für Neurologie-Psychiatrie-Palliativmedizin, war der Brandschutz untersucht worden. Ein Gutachter stellte fest, dass die städtische Feuerwehr, die bislang dort den Brandschutz sicherstellte, dies zukünftig allein aufgrund der Größe und besonderen Lage der Uniklinik nicht mehr sicherstellen kann.

In Gesprächen mit der Klinik und der Stadt Bonn zeichnete sich ab, dass die Uniklinik die Aufgabe der Werkfeuerwehr auf die Feuerwehr der Stadt übertragen wollte. "Dies ist landesweit ein Ausnahmefall, rechtlich jedoch möglich", teilte Freia Johannsen, Sprecherin der Bezirksregierung, mit. Die Wache der Werkfeuerwehr sei dabei kein weiterer Standort der öffentlichen Feuerwehr, sondern habe einen Sonderstatus. Damit liege die Verantwortlichkeit für die Sicherstellung des Brandschutzes bei der Uniklinik. Mit Fertigstellung des Zentrums für Neurologie-Psychiatrie-Palliativmedizin werde die neu gegründete Werkfeuerwehr spätestens voll einsatzbereit sein.

Die für den dauerhaften Betrieb erforderliche öffentlich rechtliche Vereinbarung befinde sich derzeit noch in Abstimmung, so Bonns Feuerwehrchef Jochen Stein. "Diese muss durch den Stadtrat beschlossen und durch die Bezirksregierung genehmigt werden. Die vorlaufenden Arbeiten zum Aufbau der Feuerwache erfolgen gegen Kostenerstattung."