Rätselhaftes Plätschern im Rhein

Wer hat im Rheinbett den Stöpsel gezogen?

Es blubbert und plätschert im Rhein.

Es blubbert und plätschert im Rhein.

Bonn. Nanu, was ist denn da passiert? Ein Blubbern im Rhein gab einem GA-Leser Rätsel auf, der am Rheinufer auf Höhe des Hotels Kameha spazieren ging. Die Stadt liefert eine Erklärung für das Phänomen.

Es plätschert und blubbert mitten im Rhein. Am vergangenen Ostersonntag war vom Rheinufer aus auf Höhe des Kameha Grand Hotels ein rätselhaftes Phänomen zu beobachten. Fast sieht es so aus, als hätte jemand den Stöpsel im Rheinbett gezogen.

GA-Leser Michael Klöckner nahm den Wasserstrudel mit seiner Kamera auf und fragte sich: "Was kann das sein?" Auch die Stadt zeigt sich zunächst ratlos.

War etwa der weiße Beluga-Wal zurückgekehrt, der sich am 18. Mai 1966 im Rhein verirrt hatte und auf den Namen Moby Dick getauft wurde? Versteckt sich in den Tiefen des Rheinbetts etwa ein Ungeheuer, gar ein ferner Verwandter des Monsters von Loch Ness? Oder gibt es gar ein Gasleck in einer Leitung, die sich unter dem Rhein verbirgt?

Des Rätsels Lösung ist glücklicherweise weitaus weniger spektakulär. Nach sorgsamer Recherche erklärt die Stadt, das "Geblubber" werde durch den Ablauf der Kläranlage Bad Godesberg verursacht.

Das geklärte Abwasser werde über ein Rohr in den Rhein eingeleitet - natürlich unter Einhaltung aller Grenzwerte. Das werde zum einen durch das Tiefbauamt der Stadt Bonn sichergestellt und zum anderen zusätzlich durch die technische Aufsichtsbehörde streng kontrolliert.

Kein Wal also, kein Gasleck oder Ungeheuer und auch kein Loch im Rhein. Was dort vor sich hinblubbert ist lediglich noch mehr (Ab-) Wasser, das den Rhein hinabfließt.