Neuer Bahnhaltepunkt hinter den Bonner Museen

Was die Stadt an der Haltestelle UN-Campus nachbessert

Die Haltestelle UN-Campus.

Die Haltestelle UN-Campus.

Bonn. Der Geh- und Radweg, der von Moselweg und Gierenweg zum Haltepunkt führt, soll verbreitert und beleuchtet werden. Mehr Fahrradständer für Pendler soll es auch geben.

Seit gut neun Monaten ist der Haltepunkt „Bonn UN Campus“ in Betrieb, fertig ist er aber noch lange nicht. Das soll sich nun ändern. Die Verwaltung hat eine Liste mit den noch fehlenden Arbeiten erstellt, über die der Bau- und Vergabeausschuss an diesem Donnerstag beraten soll. Über den Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) sollen Fördermittel für die Baukosten gewonnen werden. Einen entsprechenden Antrag hatte die Stadt Anfang August gestellt. Die Planungen sehen folgende Punkte vor:

Geh- und Radwege: Der Geh- und Radweg, der von Moselweg und Gierenweg zum Haltepunkt führt, soll verbreitert und asphaltiert werden. Da am Fuße der nördlichen Böschung Wohncontainer stehen, muss die Trasse dafür nach Süden hin verschoben werden. Auch die Geh- und Radwege, die auf beiden Seiten des UN Campus in Fahrtrichtung Bad Godesberg verlaufen, sollen breiter werden. Die Radwege werden dazu neu asphaltiert und die Gehwegbereiche mit Betonplatten ausgelegt.

An der Joseph-Beuys-Allee soll der Bordstein abgesenkt und mit Signalelementen auf dem Boden für Sehbehinderte versehen werden. Auch ein Fußgängerüberweg soll dort entstehen. An der Einmündung von Joseph-Beuys-Allee und Genscherallee soll der Zugang für Sehbehinderte ebenfalls durch Bordsteinabsenkungen und Bodensignalplatten verbessert werden. Um ankommenden und abfahrenden Fahrgästen einen größeren Zugang an der Genscher-/Joseph-Beuys-Allee zu bieten, soll die Fahrbahn dort verschwenkt und der Eingangsbereich auf 4,5 Meter erweitert werden.

Fahrradstellplätze: Für Pendler sollen auf beiden Seiten jeweils auf der Fläche zwischen Radweg und Bahnsteig Fahrradständer gebaut werden. An der östlichen Seite entstehen 64 überdachte Stellplätze, acht davon werden für das neue Fahrradmietsystem reserviert. An der westlichen Seite soll es künftig 80 Abstellmöglichkeiten geben. „Dort werden die Fahrradstellplätze gegenüber der Vorplanung aufgestockt, da die Zahl der zurzeit abgestellten Räder bereits jetzt die ursprünglich geplante Anzahl übersteigt“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Bushaltestellen: An den beiden Bushaltestellen „UN Campus Bahnhof“ an der Genscherallee, die die Linien 610, 611, 630 und N 10 anfahren, sollen die noch fehlenden Überdachungen installiert werden. Für die Weltklimakonferenz hatte die Stadt dort provisorische Unterstände aufstellen lassen. Die sollen gegen das Modell getauscht werden, das auch schon an der Heussallee an den Haltestellen „Deutsche Welle“ und „Museumsmeile“ verwendet wurde.

Beschilderung: An der Haltestelle sollen zudem neue Schilder angebracht werden, unter anderem soll ein sogenanntes „Kiss+Ride“-Schild Plätze ausweisen, an denen Autofahrer kurz halten können, um jemanden am Bahnhof abzusetzen oder abzuholen. Auch eine E-Mobil-Ladestation soll ausgewiesen werden.

Beleuchtung: Für den kombinierten Rad- und Gehweg von der Haltestelle zu Mosel-/Gierenweg sowie die parallel zu den Gleisen verlaufenden Geh- und Radwege sieht die Planung eine neue Beleuchtung vor.

Sicherheitsvorkehrung: Vor dem Treppenabgang zur Unterführung soll eine Sicherung für Radfahrer installiert werden. Radfahrer hatten diese Stelle als Sicherheitsrisiko kritisiert (der GA berichtete). Poller oder beleuchtete Leitlinien sollen künftig verhindern, dass ein Fahrradfahrer versehentlich die Treppe als Radfahrerrampe vermutet und stürzt. Die Haltestelle wurde Anfang November zu Beginn der Weltklimakonferenz eröffnet. Einige Sofortmaßnahmen wurden mit der Förderung des NVR bereits umgesetzt. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Arbeiten auf 542.000 Euro. Davon sollen 487.800 Euro aus der Förderung des NVR kommen, 54.200 muss die Stadt selbst aufwenden.