Gastronomie in Bonn

Waldau ist in Kürze wieder geöffnet

IPPENDORF. Die Waldau steht kurz vor der Wiedereröffnung. "Wir halten an dem Gedanken fest, dass es schon am Sonntag so weit sein könnte", sagt der neue Pächter Swen Jürries. "Aber es könnte auch Dienstag oder Mittwoch werden."

Warum der genaue Termin noch nicht feststeht, wird in dem Moment deutlich, wenn man als Besucher das Ausflugslokal betritt. In der Küche, im Eingangsbereich und auch in der auf der Rückseite liegenden Wohnung wird noch gewerkelt und geschraubt. Baulärm verhindert manche Unterhaltung. Arbeiter laufen umher, Staub und Schmutz liegt noch überall auf der Baustelle, kurz: Es sieht für den Laien so aus, als ob noch viel zu tun ist.

"Das ist auch so", bestätigt Pächter Jürries. Das Personal reinigt, sortiert und räumt zwar schon Bestecke und Geschirr weg. Aber zum Beispiel das neue Kühlhaus wird gerade erst aufgebaut. "Und es kommen täglich zwei bis drei neue Probleme hinzu", so der Pächter angesichts des Durcheinanders in den Räumlichkeiten des Ausflugslokals. So habe sich im Laufe der Sanierungsarbeiten gezeigt, dass es noch einen Schaden am Dach gibt, den es zu reparieren gilt. Und im Keller blühte über Nacht plötzlich der Schimmel.

Eine richtige Eröffnungsfeier wird es erst mal nicht geben, dafür waren auch die letzten Tage zu hektisch. Der neue Pächter darf erst mal die so genannte Scheune weiter als Gastraum nutzen, ab 2014 soll der Raum aber zur Vergrößerung des benachbarten Hauses der Natur genutzt werden.

Ganz neu wird künftig der Eingangsbereich der Waldau aussehen. "Wir wollen, dass der Abgang zu den Toiletten den Bahnhofscharakter verliert", so Jürries. Außerdem flog das Kuchenbuffet raus. "Wir werden zwar weiter Kuchen anbieten, aber nicht mehr 30 Sorten, sondern nur noch fünf. Wir sind ja keine Konditorei." Das Konzept bestehe vielmehr darin, eine Familien- und Ausflugsgastronomie mit Angeboten für alle Besucher zu machen.

Die leidige Sache mit den Toiletten

Im Winter fiel es nicht so auf, aber spätestens seit im Frühjahr wieder der Besucheransturm auf Wildgehege und Spielplatz an der Waldau einsetzte, war die Frage: Wohin, wenn man mal muss? Die Stadt hat dann zwei mobile Klos aufgestellt, weil die Toiletten im Waldau-Restaurant geschlossen waren.

Doch erstens waren die Dixis nur für Gäste des Hauses der Natur gedacht. Und zweitens: Wer sie nutzen wollte, musste ebendort erst einen Schlüssel holen und später wieder zurückbringen. Viele scheuten das umständliche Verfahren und erledigten ihr Geschäft in freier Natur. Laut Stadt ist das Schlüsselholen seit Donnerstag obsolet, weil die Dixi-Klos unverschlossen bleiben.