Stadt erarbeitet neuen Vorschlag

Vorerst keine Mieterhöhung für Bonner Vereine

Läufer auf einer Tartanbahn.

Läufer auf einer Tartanbahn.

BONN. Wenn sie Sporthallen für Veranstaltungen buchen wollen, müssen Bonner Vereine frühestens 2019 höhere Mieten zahlen. Bis Ende dieses Jahres wird noch die alte Entgeltordnung für solche Nutzungen herangezogen.

Bonner Vereine müssen frühestens 2019 höhere Mieten zahlen, wenn sie Sporthallen für ihre Veranstaltungen buchen wollen. Am Donnerstagabend teilte Oberbürgermeister Ashok Sridharan im Stadtrat mit, dass bis Ende dieses Jahres die alte Entgeltordnung für solche Nutzungen herangezogen wird.

Bis zur Ratssitzung am 9. Oktober will die Verwaltung der Kommunalpolitik einen Vorschlag präsentieren, wie ab 1. Januar weiter verfahren wird. Wie berichtet, hatte die Verwaltung zahlreiche Vereine darüber informiert, dass sie künftig deutlich mehr zu zahlen haben. Das führte zu Verärgerungen. Das Damenkomitee Blau-Weiß Duisdorf sollte etwa für seine Karnevalssitzung 1500 Euro statt wie bisher 350 Euro zahlen, also mehr als das Vierfache.

Grund für diesen Anstieg war laut Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann eine Regelungslücke in der novellierten Entgeltordnung, die bei den städtischen Mitarbeitern für Verunsicherung sorgte. Die angekündigte Verwaltungsvorlage soll nun Klarheit schaffen.

Ob des Interpretationsspielraums war es laut Hoffmann nicht nur zu Mietererhöhungen, sondern in einigen Fällen auch zu Mietminderungen gekommen. Die Stadt wird die betroffenen 76 Vereine nun anschreiben und sie darüber informieren, dass sie für Veranstaltungen in diesem Jahr den gleichen Betrag zahlen wie in den vergangenen Jahren.