Antrag der Jamaika-Koalition

Vier neue Politessen für Fahrradstraßen in Bonn

Fahrradwege weisen häufig sichtbare Schäden auf. Die Fahrweise des Radfahrers muss sich deshalb den Gegebenheiten anpassen. Ein Anspruch auf Entschädigung besteht bei Sturz nicht.

Zusätzliches Personal soll die Fahrradstraßen kontrollieren.

Bonn. Das Ordnungsamt Bonn bekommt zusätzliches Personal für die Kontrollen von Fahrradstraßen. Vier neue Stellen sollen die städtischen Politessen nach einem Beschluss des Rates bekommen.

Der Hauptausschuss des Rates hat am Dienstagabend auf Antrag der Jamaika-Koalition einstimmig die Einrichtung von vier neuen Stellen bei den städtischen Politessen beschlossen. Mit dem zusätzlichen Personal will die Stadtverwaltung die Kontrollen in bekannten Problemzonen wie zugeparkten Radwegen und Fahrradstraßen verstärken.

Die Kontrolleure sollen außerdem verstärkt auf den Zustand der Radwege achten und Bewuchs, Verschmutzung oder Glasscherben melden. Auch eine Ausweitung der Kontrollzeiten ist angedacht. Bislang ist der Bezirksdienst „Verkehrsüberwachung“, wie er verwaltungsintern heißt, an Wochentagen bis 16 Uhr unterwegs, am Wochenenden bis 18 Uhr. Die Verkehrsüberwachung hat bisher 23 Stellen, acht davon für den Bereich Tempokontrollen.

Die vier neuen Stellen werden sich durch die verhängten Bußgelder gegen Falschparker refinanzieren, prognostiziert die Stadtverwaltung. Wahrscheinlich wird der Ordnungsdienst aber noch weiter wachsen. Stadtdirektor Wolfgang Fuchs berichtete im Ausschuss von einer laufenden organisatorischen Untersuchung. Die Stadt rechnet damit, sowohl für Leitstelle als auch Streifendienst „deutlich“ mehr Personal zu benötigen, um für Sicherheit und Sauberkeit sorgen zu können.