Rückenwind für die Signa-Gruppe

Verbände für das Einkaufszentrum im Viktoriakarree

Die Signa-Holding hat sich das Schlüsselgrundstück an der Ecke Stockenstraße und Rathausgasse bereits 2011 gesichert und seitdem weitere Privatgrundstücke gekauft. FOTO: VOLKER LANNERT

Die Signa-Holding hat sich das Schlüsselgrundstück an der Ecke Stockenstraße und Rathausgasse bereits 2011 gesichert und seitdem weitere Privatgrundstücke gekauft.

BONN. Rückenwind für die Signa-Gruppe: Die Industrie- und Handelskammer, der Einzelhandelsverband und der Verein City-Marketing sprechen sich erneut für das geplante Einkaufszentrum im Viktoriakarree aus. In einem offenen Brief fordern sie die Ratsfraktionen auf, das Bürgerbegehren gegen das Projekt abzulehnen.

Das Kaufhaus Viktoria werde mit den geplanten Zusatzflächen am Nordfeld und dem Neubau am Friedensplatz ein "Einzelhandelsdreieck" bilden, von dem die gesamte Innenstadt profitiere, heißt es in dem Schreiben. Weiterer Stillstand sei schädlich für die City.

Die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Friedrichstraße fürchtet dagegen Frequenzverluste, wenn das Kaufhaus Viktoria käme. Bonn habe schon viele Filialisten und nur noch wenige individuelle Fachgeschäfte, schreibt der ISG-Vorstand: Deshalb sollten lieber die gewachsenen Strukturen der Innenstadt gepflegt werden.

Die Initiative Viva Viktoria hat mindestens 14 000 gültige Unterschriften für ihr Bürgerbegehren gegen das Einkaufszentrum gesammelt. Inzwischen sind in der Stadtverwaltung auch die vermissten 319 Unterschriftenlisten wieder aufgetaucht: Sie seien "einfach zu gut weggeräumt worden", erklärte Stadtsprecherin Monika Hörig gestern.