Mordprozess

Urteil im Bonner Mordprozess am Freitag erwartet

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.

Das Urteil wird am Freitag verkündet.

Bonn. Weil er seine Lebensgefährtin und den gemeinsamen Sohn getötet haben soll, stand ein 47-Jähriger vor Gericht. Das Bonner Schwurgericht verkündet das Urteil am Freitag.

Im Mordprozess gegen den 47-jährigen Aushilfsfahrer, der am 18. September 2016 seine Lebensgefährtin und den gemeinsamen elfjährigen Sohn erdrosselt haben soll, wird das Bonner Schwurgericht am Freitag um 14 Uhr sein Urteil verkünden.

Der 47-Jährige bestreitet die Tat, doch der Staatsanwalt ist nach sechsmonatigem, aufwendigem Indizienprozess von der Schuld des Angeklagten überzeugt und beantragte am 27. November lebenslange Haft wegen Mordes im Fall des schwer kranken Sohnes, den er als Zeugen der Erdrosselung der 48-jährigen Mutter getötet habe.

Weil der Ankläger nicht ausschließen kann, dass der Angeklagte seine Lebensgefährtin im Streit getötet haben könnte, geht er in diesem Fall nicht mehr – wie ursprünglich angeklagt – von einem Mord, sondern von einem Totschlag aus.