Baugebiet "Am Hölder"

Umlegungsverfahren in Röttgen beendet

Die Erschließung läuft, die Baugrundstücke sind geschnitten. Am Hölder entstehen vor allem Einzel- und Doppelhäuser mit zweigeschossiger Bauweise und maximal zwei Wohnungen. 16 Grundstücke sind für dreigeschossige Mehrfamilienhäusern vorgesehen.

05.12.2013 RÖTTGEN. Start frei für eines der größten Baugebiete Bonns. Im Norden Röttgens, zwischen Thomaskirche und dem Kreisel am Ortseingang ist Platz für 1000 Neubürger. Wie die Stadt Bonn gestern mitteilte, ist das Umlegungsverfahren abgeschlossen, in dem die Flächen neu geschnitten wurden.

Das Ergebnis: 186 Baugrundstücke können hier entstehen und Platz für 300 Wohneinheiten bieten. 170 davon sind für den Ein- bzw. Zweifamilienhausbau vorgesehen, 16 Grundstücke für den Mehrfamilienhausbau.

Der Umlegungsausschuss der Stadt hat nach intensiven Verhandlungen mit den rund 80 Grundstückseigentümern sowie Pächtern das Gebiet neu geordnet, so die Stadt gestern: "Jetzt kann es bebaut werden." Die Alteigentümer seien bei der Auswahl, Lage, Größe und Zuschnitt ihrer neu zugeteilten Grundstücke mit in die Entscheidungen eingebunden worden.

Auch für die Stadt selbst dürfte die Vermarktung einen warmen Geldregen nach sich ziehen. Denn sie erhält 52 Baugrundstücke, die überwiegend mit zweigeschossigen Einfamilienhäusern (Einzelhaus oder Doppelhaushälfte) bebaut werden. Fünf Baugrundstücke sind für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Die Baugrundstücke sollen ab Frühjahr 2014 sukzessive zum Verkauf angeboten werden.

Die Entscheidung, welche Bewerber ein Grundstück erhalten, trifft auf Vorschlag der Liegenschaftsverwaltung der Wirtschaftsausschuss. Entsprechend der vom Rat erlassenen Richtlinien werden bei der Vergabe noch nicht über Grundeigentum verfügende junge Familien mit minderjährigen Kindern bevorzugt berücksichtigt. In die Entscheidung fließt auch mit ein, ob die Bewerber im Stadtgebiet Bonn wohnen.

Unterdessen werden für die Errichtung der Mehrfamilienhäuser ab 2014 Bauträger gesucht. Sie müssen im Rahmen eines wettbewerblichen Verfahrens darlegen, wie dem Interesse der Stadt an bezahlbarem Wohnraum begegnet werden soll, so die Stadt. Inwieweit es Bindungen für öffentlich geförderten Wohnraum gebe, werde noch zwischen Verwaltung und Rat der Stadt abgestimmt.

Als Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft durch die Neubauten wird nach Abschluss der Neuordnungsmaßnahme die nördlich angrenzende Fläche durch die Stadt als ökologische Ausgleichsfläche hergerichtet, bepflanzt und unterhalten. (Rolf Kleinfeld )