Ersatz für die Fidschi-Inseln

UN-Klimakonferenz 2017 in Bonn

16.11.2016 Berlin. Das "Global Landscapes Forum" zieht im nächsten Jahr in die Bundesstadt, weil die Fidschi-Inseln die Großkonferenz nicht ausrichten können. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks lobte zudem den Standort Bonn.

Die Weltklimakonferenz im kommenden Jahr wird in Bonn ausgerichtet. Wie am Mittwoch aus Teilnehmerkreisen der Weltklimakonferenz in Marrakesch verlautete, bekommt Bonn als Sitz des UN-Klimasekretariats den Zuschlag, weil die Fidschi-Inseln im Südpazifik, die 2017 die Präsidentschaft der Weltklimakonferenz übernehmen, eine solche internationale Großkonferenz nicht ausrichten können.

In einem solchen Fall wird die Weltklimakonferenz am Ort des UN-Klimasekretariats abgehalten, das seinen Sitz in Bonn hat. Eine endgültige Entscheidung darüber soll bei der Weltklimakonferenz in Marrakesch am Freitag fallen, wie es weiter hieß. In Marrakesch findet seit gut einer Woche das Folgetreffen der Weltklimakonferenz von Paris statt. Dort war Ende vergangenen Jahres das erste Klimaschutzabkommen vereinbart worden, das alle 195 Mitgliedsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention in die Pflicht nimmt.

Zugleich warb Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) in Marrakesch dafür, auch das Sekretariat für das "Global Landscapes Forum" nach Bonn zu holen. Es handelt sich dabei um ein kleines Sekretariat mit vermutlich weniger als zehn Mitarbeitern. Das Forum hat sich zur Aufgabe gemacht, den Klimawandel in Wäldern, in Ozeanen und in der weltweiten Landwirtschaft einzudämmen.

Dank von Oberbürgermeister Sridharan

Das Forum ist ein Zusammenschluss aus Wirtschaft, Regierungen, Zivilgesellschaft und führenden Köpfen indigener Völker, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzen und dabei unter anderem geschädigte Landflächen sanieren und aufforsten wollen. Die Konferenzen des "Global Landscapes Forums" würden dann vier Jahre lang ebenfalls in Bonn abgehalten werden.

Hendricks sagte in Marrakesch, das "Global Landscapes Forum" verbinde den Kampf gegen den Klimawandel und die Agenda für nachhaltige Entwicklung auf ausgewogene Weise. Dies spiegele Deutschlands Ansatz wider. "Gleichzeitig ist der Standort Bonn hervorragend geeignet, profiliert sich die Stadt doch gerade als Zentrum für Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit."

Der Bonner OB Ashok Sridharan bedankte sich bei der Bundesregierung "dass sie sich dafür einsetzt, diese Konferenz in unserer Stadt auszurichten". Das "Landscapes Forum" würde gut zu Bonn passen, befasse es sich doch "mit einer weiteren Facette der Nachhaltigkeit, für die Bonn inzwischen die weltweite Plattform geworden ist", so der OB. ()