"JazzTube" in Bonn

U-Bahn-Stationen werden zu Konzertbühnen

Die vier Brasilianer von Samba Jazz Clube bringen am 14. August die Freiheit des Jazz mit den Melodien ihrer Heimat zusammen. FOTO: SWB

Die vier Brasilianer von Samba Jazz Clube bringen am 14. August die Freiheit des Jazz mit den Melodien ihrer Heimat zusammen.

27.07.2015 BONN. Die ganze Bandbreite des Jazz im Untergrund: Zum vierten Mal findet an drei Wochenenden im August die Konzertreihe "JazzTube" in den U-Bahn-Haltestellen "Thomas-Mann Straße", "Universität/Markt" und "Heussallee/Museumsmeile" statt. Los geht es am Freitag, 14. August, mit der Band Luciel.

"»JazzTube« bietet jungen Talenten, etablierten Künstlern und regionalen Bands aus der Bonner Umgebung eine Bühne, auf der sie ihr musikalisches Profil schärfen und ihr Talent unter Beweis stellen können", teilen die Stadtwerke Bonn (SWB) mit. Insgesamt präsentieren sich 15 Bands. Von Bebop über Swing bis hin zu New Orleans Jazz ist alles vertreten. Programmchef ist der Profimusiker Thomas Kimmerle.

An den "JazzTube"-Freitagen spielt an jeder der drei Haltestellen ab 17 Uhr eine Band zeitversetzt drei halbstündige Sets. Zusätzlich gibt es samstags ab 12 Uhr an den Stationen "Thomas-Mann-Straße" und "Universität/Markt" Konzerte. So hat jeder die Möglichkeit, sich entweder alle drei Sets an einer Haltestelle anzuschauen oder während der Pausen zu den anderen Spielstätten zu fahren.

Die Musiker von Luciel mit Sängerin Anikó Kanthak haben eine Vorliebe für Jazz, Soul, Funk und Motown. Auch bei "Jazz'n 'lectro" geht es facettenreich zu. Auch die dritte Gruppe, Samba Jazz Clube, begibt sich in ein musikalisches Spannungsfeld: Die vier Brasilianer bringen die improvisatorische Freiheit des Jazz mit den Melodien ihrer Heimat zusammen. Am Samstag, 15. August, spielt das Christina-Corvisier-Quintett seine gefühlvollen und energiegeladenen Kompositionen. Beim Max-Schulze-Henning's-Trio werden die Klänge der Band durch Orgelsounds aufgemischt.

In der Musik von Maya Fadeeva findet sich am Freitag, 21. August, die Verbindung aus Pop, Soul, Reggae und Jazz. Die Band Hornstrom sucht die Harmonie zwischen zwei Posaunen, Bass und Schlagzeug und bewegt sich zwischen modernem Jazz und Rock. Die Sängerin Erna Rot und ihr Quartett sind zwischen klassischem Jazz, deutschen Chanson, Gipsy, Swing der 20er und Pop der Neuzeit zu Hause. Am Samstag, 22. August, geht es weiter mit Jazzy Funky Cool, die den Sound der 60er und 70er Jahre für sich entdeckt haben. Totenhagen schafft mit eigenen Kompositionen und Arrangements zeitgenössischer Songs intime Stimmungen.

"JazzTube"-Finale ist am 28. und 29. August. Das Programm von Theobald/Viebahn/Knauber am Freitag setzt sich aus Eigenkompositionen zusammen, bedient aber auch den nostalgischen Klang des Rhodes-Piano aus den Bereichen Funk und Fusion. Die Band "DuckTape Ticket" bietet Bebop, Hippie-Rock und Soul der 70er Jahre. "Singing out of the box" ist das Motto der Sängerin Filippa Gojo mit ihrem perkussiven und lyrischen Gesang. Am Samstag präsentiert das "Thomas Heck/Vladislav Vachtchenko"-Quartett Eigenkompositionen und Neuarrangements von Jazzklassikern mit viel Soul. Beim Trio Heike Kraske, Jens Neufang und Uwe Arenz sind Flöte, Saxofon und Gitarre zu hören. Geboten werden lateinamerikanische Grooves.

Während der gesamten Konzertreihe läuft laut SWB ein Online-Voting, bei dem die Zuschauer unter www.jazztube-bonn.de für ihren Favoriten abstimmen können. Die drei beliebtesten Bands treten dann am 25. Oktober beim Abschlusskonzert im Bonner Pantheon-Theater auf.

Mehr Infos gibt es auf www.jazztube-bonn.de (bot)