Verkehrssituation in Dransdorf/Meßdorf

Tiefbauamt hebt Vollsperrung in Dransdorf planmäßig auf

Dransdorf/Messdorf. Mit Ferienende wird die Meßdorfer Straße teilweise wieder für den Verkehr freigegeben. Am Mitte kommender Woche können Autos auf der Straße einspurig befahren. Das bleibt noch bis Oktober so.

Die Komplettsperrung der Meßdorfer Straße wird wie geplant mit dem Ende der Sommerferien aufgehoben. Spätestens ab Mittwoch, 29. August, wird die viel genutzte Verbindungsstraße zwischen Dransdorf, Oedekoven und Duisdorf wieder zu befahren sein. Das meldet das Tiefbaumamt. Dann werde die Vollsperrung planmäßig aufgehoben und der Verkehr über eine Ampelanlage einspurig an den noch notwendigen Baumaßnahmen vorbeigeleitet. Mitte Oktober soll die Meßdorfer Straße wieder durchgehend zweispurig zu befahren sein. Lediglich die neu asphaltierten Straßenabschnitte werden daran erinnern, dass auch unter den Straßen ein reger Betrieb herrscht.

Knappe 1000 Kanalkilometer sorgen in Bonn für eine Abführung von Schmutz- und Oberflächenwasser. In der Regel werden diese unterirdischen Bauwerke kaum wahrgenommen. Erst wenn es wie bei den notwendig gewordenen Kanalbaumaßnahmen rund um den Burgweg zu Überschwemmungen kommt, weil die unterirdischen Röhren das Oberflächenwasser bei heftigen Regenfällen nicht mehr zu fassen vermögen, wird die Bedeutung der nicht sichtbaren Kanalsysteme bewusst.

Mit schwerem Gerät wird noch bis Ende 2019 ein etwa 500 Meter langer Kanal unterirdisch von der Straße Am Stadtkanal bis in die Nähe der Duisdorfer Kläranlage vorangetrieben. Der mit einem Durchmesser von 1,6 Meter erheblich größere Kanal (zurzeit 0,6 Meter) wird im Bereich des Alten Baches dafür sorgen, dass eine bisher statistisch alle fünf Jahre mögliche Überflutung nur noch höchstens alle zwanzig Jahre stattfinden könnte, erklären die Experten der Stadt.

Kosten: 3,4 Millionen Euro

Der neue Kanal mündet über einen neu erstellten Schacht in Höhe der Straße Am Stadtkanal in Bonns größten Entlastungskanal, der sich mit einem Durchmesser von vier Metern in einer Tiefe von etwa 13 Metern befindet. Mit diesem Randkanal wird das Wasser direkt in den Rhein geführt. Die noch bevorstehende Baumaßnahme wird durch die Möglichkeit, den Kanal unterirdisch mit großem Bohrgerät voranzutreiben, zu keinen weiteren Verkehrsbeeinträchtigungen führen, so Bauleiter Wolfgang Frömbgen vom Bonner Tiefbauamt.

Frömbgen hofft darauf, dass auch der Kanalvortrieb störungsfrei abläuft und den Maschinen keine größeren Findlinge in den Weg kommen, die ansonsten zeitaufwendig aus dem Weg geräumt werden müssten. „Wir haben es hier im flachen Bachtal mit eher bindigen locker gelagerten Böden zu tun, während in Richtung Meßdorfer Feld dicht gelagerte Kiese anzutreffen sind“, sagt er.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro, wobei die genaue Abrechnungssumme erst nach Prüfung der Schlussrechnung zu nennen ist. „Nach derzeitigem Stand wird der Kostenrahmen aber sehr gut eingehalten“, sagt Tiefbauamtsleiter Peter Esch.