Veranstaltung der Welthungerhilfe

Teilnehmerrekord beim ZeroHungerRun in Bonn

Die Startgeld-Spender-Läufer, die mindestens zehn Euro für den 5-km-Lauf und 15 Euro für den 10-km-Lauf zahlten, fließen in Ernährungsprojekte
der Welthungerhilfe.

Die Startgeld-Spender-Läufer, die mindestens zehn Euro für den 5-km-Lauf und 15 Euro für den 10-km-Lauf zahlten, fließen in Ernährungsprojekte der Welthungerhilfe.

Bonn. Beim ZeroHungerRun in der Bonner Rheinaue gab es in diesem Jahr einen Teilnehmer- und Spendenrekord. 2127 Läufer nahmen teil und fast 40.000 Euro kamen für den guten Zweck zusammen.

Das Interesse der Läufer am ZeroHungerRun übertraf alle Erwartungen der Veranstalter von der Welthungerhilfe: Am Ende gingen am Sonntag 2127 Läufer an den Start, darunter 74 Mädchen und Jungen bei der Premiere des Bambini-Laufs über 400 Meter. Alle zusammen schraubten das Ergebnis mit ihren Startgeld-Spenden auf knapp 40 000 Euro. Das ist mehr Geld als in den vergangenen beiden Jahren zusammen.

Udo Wohlrab hatte der „gute Zweck im Hintergrund“ motiviert, wie schon im vergangenen Jahr wieder mitzumachen. Denn die Einnahmen fließen zu 100 Prozent in die Ernährungsprojekte der Welthungerhilfe. Wohlrab hatte auch Gabriele Rothkopf, Markus Weinkopf und seine 15-jährige Tochter Amelie animiert mitzumachen, „weil wir spenden und ein bisschen laufen wollen“.

Auch der zehnjährige Tim lief im Namen seiner Schule, des Amos-Comenius-Gynmasium, die Fünf-Kilometer-Strecke mit – nach etwas Druck von seiner Mutter, die immerhin selbst mit an den Start ging. „Damit die Kinder in anderen Ländern Essen bekommen“, erklärte Tim, warum er sich letztlich in der Rheinaue ins Zeug legte. Seiner Mutter war die Teilnahme wichtig, „weil der Anlass unterstützenswert ist“.

Prominente Unterstützung erhielt die Welthungerhilfe von Schauspielerin Liz Baffoe, die wegen einer Erkältung nicht mitlief, und dem Singer/Songwriter Robert Redweik. Er ist seit Anfang des Jahres Botschafter für das Skill-up-Projekt der Organisation. „Wir ermöglichen Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren aus dem Slum Kibera in Nairobi Ausbildungen.“ Man wolle sie so aus der Armut herausholen, damit sie letztlich andere einstellen und ihre Familien unterstützen können.

Ein Zeichen gegen den Hunger in der Welt

„Ein Zeichen setzen gegen den Hunger in der Welt“ wollten auch Nachwuchskräfte der Deutsche Telekom. Svenja Siemer vom Ressort Ausbildung hatte deshalb Studenten und Azubis wie Marco Sieler überzeugen können. „Schönes Wetter, ein schöner Lauf, ich habe Zeit und kann etwas Gutes tun“, erklärte. Er lief die zehn Kilometer, für die Oberbürgermeister Ashok Sridharan mit den Promis und Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, den Startschuss gab. Generell gehe die Anzahl der Hungernden weltweit zurück, sagte , sagte Mogge. In einigen Ländern werde es wieder schlimmer, etwa in Syrien, Afghanistan und Südsudan, eben dort, wo es Konflikte gebe. Die Ernährungshilfe sei oft politische Arbeit, zum Beispiel in Indien.

Über fünf Kilometer kamen Stefanie Richter (18:45 Minuten) und Aaron Wagner (16:05 Minuten) als erste ins Ziel, über zehn Kilometer Gina Purschke (41:48 Minuten) und Ghebsha Ghebrengus (33:53 Minuten). Das größtes Team mit 193 Teilnehmern stellt die Deutsche Post DHL.